TSH beim Tabellenschlusslicht Nach dem überzeugenden Auftritt vergangene Woche im Topspiel des vierzehnten Spieltags (die TSH gewann 84:77 gegen den Dauerrivalen DJK Schweinfurt), kehren die Regionalliga Basketballer der TSH wieder in den Ligaalltag zurück. Ihr Gegner am kommenden Samstag werden die Basketballer der Höhenbalance Jena sein.
Der Aufsteiger, der in dieser Saison noch keinen Sieg erringen konnte, beleg dementsprechend den letzten Tabellenplatz, während die TSH aufgrund der merkwürdigen Zählweise in dieser Saison weiterhin den vierten Tabellenplatz bekleidet. Doch auch solche Pflichtaufgaben müssen erst einmal gelöst werden und wie Erfolgstrainer Angelos Plantzas schon warnend vor dem Spiel sagt: „Solche Auswärtsspiele sind oft die schwersten. Der Gegner hat nichts zu verlieren und wir werden eine lange Fahrt in den Knochen haben. Von daher müssen wir mit der gleichen Einstellung in die Partie gehen, wie gegen Schweinfurt.“ Und dass die Jenenser durchaus ihre Qualitäten haben, zeigten sie schon mehrfach in dieser Saison. Etliche knappe Spiele gingen erst in den Schussminuten verloren, vor allem ihre mangelnde Erfahrung wurde ihnen dort zum Verhängnis. Denn individuell weisen die Thüringer gute Statistiken auf, die eigentlich mehr als die null vor der Siegesangabe erwarten ließen. Da ist das Viergestirn, bestehend aus Norman Schwarz (18,8 Punkte pro Spiel), Tobias Knischka (11,5 PpS), Martin Küster (10,9 PpS) und Christoph Cigan (10,4 PpS), welche eigentlich allesamt gehobenen Regionalligaansprüchen genügen. Doch die Unterstützung des restlichen Teams lässt zu wünschen übrig, findet man hier fast keinen Spieler, der das Potential hätte, entscheidenden Einfluss auf ein Spiel zu nehmen. Darüber hinaus ist die Jenenser Abwehr zu unentschlossen. 82 Punkte pro Spiel fängt sich der Aufsteiger durchschnittlich von seinen Gegnern ein, was sogleich eine der schlechtesten Verteidigungen der Liga darstellt. Die Longhorns hingegen, bekommen mit rund 69 Punkten die zweitwenigsten Gegenpunkte eingeschenkt. Und genau darauf baut auch das Spiel der TSH auf. Hinten intensiv verteidigen, dann mit Elan nach vorne und kontrolliert abschließen. So sah es zumindest am vergangenen Samstag aus und damit das auch diesmal wieder der Fall ist, wurde auf Hochtouren trainiert. 80:46 hieß es im Hinspiel und dies ist der Prüfstein, denn sich die Aurachstädter stellen wollen. Nachdem Marcus Person nach seiner Oberschenkelverletzung wieder mit von der Partie ist, sind die Longhorns seit langem mal wieder komplett. „Wir dürften vor allem auf den großen Positionen Vorteile haben. Jena hat nicht einen Spieler über 1,95 Meter und so sollten insbesondere Josip Prgic und Markus Krempels, die sich zuletzt stark präsentiert haben, sich in Szene setzen können. Gehen wir dann noch mit der richtigen Einstellung ins Spiel, erwarte ich eine erfolgreiche Heimkehr.“ So Spielertrainer Angelos Plantzas. |