TSH souverän beim Tabellenletzten Tag: Samstag. Ort: Jena. Hier sollte ein Spiel von statten gehen, dass als ein Paradigma für ein Pflichtspiel herhalten könnte. Denn die Begegnung der Regionalliga Basketballer der TSH gegen den Aufsteiger Höhenbalance Jena, war von Beginn an entschieden. Selten sah man in der Regionalliga solch einen Klassenunterschied. Der nun Tabellendritte gewann gegen das noch sieglose Tabellenschlusslicht schließlich mit 120:64, doch es hätte durchaus deutlicher ausgehen können. Doch die sympathischen Thüringer erwischten einen traumhaften Tag von der Dreipunktlinie( insgesamt 10 Dreier) und die Longhorns machten es wie ein gutes Springpferd. Sie sprangen nicht viel höher, als sie mussten.
Schon nach drei Spielminuten war das Spiel eigentlich gelaufen. Durch einen Dreier des guten Mike Kaisers(12/1 3er) gingen die Aurachstädter mit 13:3 in Führung. Fortan konnten die Hausherren jedoch besser mithalten und gestalteten das Spiel ausgeglichener. Vor allem der beste Jenenser David Helm setzte sich aus der Ferndistanz in Szene. So stand es in der achten Spielminute 14:23.Nach einer Auszeit des diesmal nur als Trainer agierenden Angelos Plantzas schalteten die Aurachstädter bis zur Viertelpause jedoch einen Gang höher und gingen mit einer 33:18 Führung in das zweite Viertel. Auf Herzogenauracher Seite wurde munter gewechselt und der überragende Josip Prgic(29/2) dominierte seine Gegner mit ungewohnter Eleganz. Das Publikum gutierte dies mit Schwanengesang ähnlichen Lobpreisungen. So generierte sich ein zwanzig Punkte- Vorsprung (44:24, 4.Spielminute). Augenscheinlich entstand jetzt aber beim Topscorer der Jenenser Norman Schwarz der Wille zum Widerstand. Es folgten zwei schöne Korbleger und ein Dreier, die TSH hielt als Team dagegen. Die Benjamine im Team Sebastian Schiele und Benedikt Aumeier verdienten sich nun ihre Meriten, punkteten annähernd nach Gusto und brachten ihre Mitspieler mit Bravour in gute Positionen. Zur Halbzeit hatten die Longhorns dann schon 64 Punkte auf der Habenseite, die Saalestäder deren 36. Nun sollte das einzige Mal im Spiel der Aufsteiger das Momentum für sich gewinnen. Nach fünf Spielminuten schloss ein Helm Dreier einen 12:8- Lauf der Jenenser ab. Erwähnung findet dies, weil nun der endgültige Todesstoß erfolgen sollte. Ausgeführt wurde dieser hauptsächlich durch den superben Rajiv Althaus(22) und den sich in bestechender Form befindlichen Josip Prgic.16:0 für die Schuhstädter lautete das Ergebnis der nächsten drei Spielminuten.(88:48). Mit einem sehenswerten Leger, der aus einer netten Passstaffette resultierte netzte der engagierte Marcus Person zum 94:51 zur Viertelpause ein. Das letzte Viertel war schlussendlich nur noch anaerobes Fitnesstraining für alle Beteiligten. Die Mannschaften hielten das Tempo hoch, aber wirkliches Herzblut wurde nicht mehr auf dem Platz der Freuden gelassen. Markus Krempels dominierte weiterhin den Rebound und auch der Kapitän Peter Simon tütete den ein oder anderen Druckkorbleger ein. Den Hunderter erzielte Michael Finger per Freiwurf. Schließlich endete das wohl fairste Spiel aller Zeiten mit 120:64. „Es war ein netter Aufgalopp für das nun anstehende Doppelduell gegen die andere Mannschaft aus Jena. Ich erwarte, dass dies die zwei schwersten noch ausstehenden Partien werden. Das Heimspiel nächste Woche wird richtungsweisend für die restliche Saison und wir hoffen auf die gewohnt leidenschaftliche Unterstützung unseres werten Publikums.“ So Trainer Angelos Plantzas nach dem Spiel. Punkteverteilung: Althaus 22, Aumeier 4, Schiele 6, Finger 14/ 2 3er, Kaiser 12/1, Simon, P. 11,Prgic 29/2, Krempels 16, Person 6, Plantzas. |