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SB: Shorthorns - Grüner Stern Keltern |
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Geschrieben von Holger Peter (Nordbayerische Nachrichten)
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Montag, 1. Februar 2010 |
Sieg im SchongangShorthorns haben Keltern beim 75:63 locker im Griff «Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss», kommentierte Shorthorns-Coach Christian Braun die Frage, warum seine Damen das Zweitliga-Schlusslicht Grüner Stern Keltern «nur» mit 75:63 besiegt haben, obwohl die gefühlte Überlegenheit deutlich größer war.
HERZOGENAURACH - Nicht nur Braun hatte keine Sekunde das Gefühl, dass dieses Schlüsselspiel verloren gehen könnte. Schon in der Startphase wurde deutlich, dass die Damen aus dem Nordschwarzwald technisch und taktisch maßlos überfordert waren. Einzig durch Einzelaktionen glänzte der «Grüne Stern» gelegentlich, wobei sich anfangs die Kanadierin Amanda McConnell (9) hervor tat, später dann der US-Neuzugang Jaqueline Adamshick vom Erstligisten Oberhausen (23) und Elana Behner (15). Dem setzten die TSH-Damen ihren gewohnten Team-Basketball und aggressive Defensive entgegen. Zwei Statistikwerte unterstreichen das: 21 Pässe, die direkt zum Korberfolg führten, verzeichneten die Herzogenauracherinnen, nur elf jedoch Keltern, 15 Ballgewinne holte die TSH, ganze vier der Gast. Dass das Ergebnis dennoch so knapp ausfiel, ärgerte den Trainer (siehe oben) kaum, das Publikum jedoch hätte gern mehr so schöne Ballstafetten gesehen, wie sie die Shorthorns phasenweise zelebrierten. Vor allem die Stammformation um die glänzend aufgelegte Kerstin Wägner, Annika Lohneiß, Mila Fischer und die Pfister-Schwestern kombinierte in diesen guten Momenten wirklich sehenswert und ließen den Gast oft alt aussehen. Aber immer wenn der Vorsprung komfortabel erschien, ließen sie die Zügel schleifen. Nach dem 19:11-Viertelstand zogen sie schnell auf 37:19 davon, zur Halbzeit hieß es 39:24. Nach einem Zwischenspurt zum 46:26 verlor die TSH den schwachen dritten Durchgang doch noch 11:12, und im Schlussabschnitt (25:27) ließ sie sich trotz tollen Starts wieder die Butter vom Brot nehmen. Schuld daran war neben dem erwähnten «Springpferd-Symptom» eine mäßige Wurfquote auch der Umstand, dass Braun mehr als üblich wechselte – und auch Neuzugang Johnette Walker (siehe Extrabericht) integrieren wollte. Am Ende stand dennoch ein ungefährdeter Sieg, über den sich Abteilungsleiter Olaf Kaddatz-Daßler besonders freute, nachdem das Verhältnis zu Keltern seit einem «medialen» Disput in der Vorsaison nicht das beste ist: «Die haben gespielt wie ein Regionalligist, und das sind sie nächste Saison auch wieder.» Kein verflixtes siebtes Jahr? Die TSH hingegen, mit mittlerweile vier Siegen mehr auf dem Konto als der Gast vom Samstag, dürfte auch das «verflixte» siebte Zweitligajahr unbeschadet überstehen, auch wenn Coach Braun auf die Bremse tritt: «Das war noch nicht der Klassenerhalt, wir haben noch einige interessante Spiele. Und wir haben immer noch keinen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte geschlagen.» Das soll möglichst bald klappen. Aber dann müssen Brauns «Pferdchen» etwas höher springen als gegen Keltern. TSH: Klisanic, Wägner 23/3 Dreier, M. Pfister 15/1, Gromotka 4, A. Lohneiß 10/3, A. Pfister 12, Hartz, Fischer 4, Walker 7, Heinz, T. Lohneiß nicht eingesetzt. Holger Peter (Nordbayerische Nachrichten) |
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