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Geschrieben von Holger Peter (Nordbayerische Nachrichten)   
Montag, 1. Februar 2010

Premiere war "very special"

Johnette Walker und ihr Wiedersehen mit Keltern

ImageDas erste Spiel für einen neuen Verein ist immer etwas Besonderes - für Johnette Walker galt das am Samstag noch extrem verstärkt. Schließlich ging es für die US-Amerikanerin gleich gegen ihren Ex-Club, von dem sie kurz zuvor rausgeworfen worden war.

HERZOGENAURACH - Es sei schon «very special», also sehr speziell, gewesen, nach so kurzer Zeit wieder auf Keltern zu treffen. «Ich war schon motivierter als sonst und bin auch hart zur Sache gegangen», gesteht sie. Verständlich, fühlte sich Walker doch in Baden nicht gerade gut behandelt. Der «Grüne Stern» hatte die Verstärkung aus Übersee trotz glänzender Statistiken abgeschoben, weil sie angeblich zu sehr für sich allein gespielt hatte.

Wer die Kelterner Damen in Herzogenaurach gesehen hat, kann verstehen, dass die 22-Jährige öfter auf eigene Faust auf Korbjagd gehen musste als ihr vielleicht lieb war. Denn im Trikot der TSH scheint sie durchaus eher eine Teamplayerin zu sein, was auch Coach Christian Braun so sieht: «Sie ist sehr engagiert und hat alles umgesetzt, was ich ihr an Anweisungen gegeben habe.»

Herzliches Willkommen

Er hat sich in den vergangenen Tagen intensiv um die «Neue» gekümmert, obwohl er und seine Ehefrau (und Ex-TSH-Kapitän) Karin beide eigentlich aufs Krankenlager gehört hätten. «Dafür muss ich mich bei Karin bedanken.» Die Mühen scheinen sich gelohnt zu haben, denn Johnette Walker ist äußerst angetan von der neuen Umgebung: «In Keltern gab es keine Kommunikation im Team, in Herzogenaurach haben mich alle herzlich aufgenommen, jeder spricht mich an. Die Mannschaft und die Trainer sind sehr freundlich, und alle arbeiten sehr hart, und diese Art, Basketball zu betreiben, liebe ich.»

Die gute Aufnahme will die erfolgreiche Collegespielerin mit guten Leistungen zurückzahlen: «Das heute war für mich eine schlechte Leistung: Ich kann viel besser spielen, und ich werde das auch bald zeigen.» Schließlich habe sie gerade zwei Mal mit der Mannschaft trainiert und kenne die Angriffssysteme nicht. Trotzdem kam sie in gerade einmal 17 Spielminuten auf sieben Punkte und sechs Rebounds - eine ordentliche Visitenkarte für die quirlige Flügelspielerin.

Bis zum Saisonende will sie sich den deutschen Scouts präsentieren, denn dass sie der TSH erhalten bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Denn die hat weiterhin kein Geld für Profis. «Und das wird sich auch nicht ändern», sagt Abteilungschef Olaf Kaddatz-Daßler. HOLGER PETER
 
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