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Geschrieben von Sonja Hildel   
Donnerstag, 4. Februar 2010

"Konkurrenz belebt das Geschäft"

"Shorthorns" vor richtungsweisendem Spiel in Heidelberg

ImageHERZOGENAURACH (sh) – Den wohl entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt können die „Shorthorns“ am Sonntag im Spiel gegen den Tabellenzehnten USC Heidbelberg machen, wenn sie bei den BasCats gewinnen würden. Ein Alleingang wird diese Partie jedoch nicht, schließlich haben sich die USClerinnen erst kürzlich mit einer zweiten Amerikanerin verstärkt und werden gegen die Herzogenauracherinnen ums Überleben in der zweithöchsten deutschen Spielklasse kämpfen.

Wirft man einen Blick auf das Hinspielergebnis, so steht da lediglich ein knapper 69:64-Erfolg zu Buche. Dabei waren die Schützlinge um ihren Trainer Christian Braun mit einer 17:2-Führung fulminant in die Partie gestartet. Der Leistungseinbruch hatte jedoch einen Grund: vier Doppellizenzspielerinnen waren bereits am Vormittag beim Regionalligaspiel in Chemnitz aktiv und waren erst kurz vor Spielbeginn in der Herzogenauracher Halle zum Zweitligaspiel eingetroffen. Ihre Kräfte hatten die Nachwuchsspielerinnen jedoch in Chemnitz gelassen und so hatte Braun damals kaum Alternativen von der Bank.

Beim Rückspiel soll das jedoch ganz anders laufen. Denn von den Spielerinnen, die nicht ohnehin schon dem großen TSH-Lazarett angehören, sind diesmal alle an Bord, sprich es gibt keine Überschneidung mit einem Kooperationspartner, es sind alle Aktiven gesund und auch Leistungsträgerin Annika Lohneiß steht vor ihrem Auslandsaufenthalt noch ein letztes Mal zur Verfügung. Hinzu kommt, dass sich Neuzugang Johnette Walker nun schon seit über einer Woche im Training befindet und die Spielzüge ihres neuen Teams allmählich verinnerlicht hat. Und noch einen weiteren tollen Effekt bringt die US-Amerikanerin Walker mit sich. „Am Dienstag hatten wir das beste Training der Saison“, berichtet Braun und begründet das mit den folgenden Worten: „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Abgesehen davon habe sich Walker bereits hervorragend ins Team integriert und beweist, dass sie eine echte Teamspielerin ist: „Johnette erzwingt nichts und lässt keine Superstar- oder Topscorerallüren raushängen. Vielmehr fügt sie sich ein und tut das, was nötig ist.“ Die Herzogenauracherinnen können sich also glücklich schätzen, dass Walker von Keltern rausgeworfen wurde und diese nun eine super Alternative für die Ausfälle von Renate Bogner und Annika Lohneiß ist.

Heidelberg, das in der Zweiten Bundesliga auf seine Aufstiegsmannschaft gesetzt hat, musste bislang reichlich Lehrgeld zahlen. Lediglich zwei Siege gegen die Tabellenschlusslichter Ludwigsburg und Keltern konnten die BasCats bislang verzeichnen und reagierten deswegen mit einer Neuverpflichtung. Diese heißt LaCoya Terry, ist Flügelspielerin und erzielte am vergangenen Wochenende bereits 22 Punkte im Spiel gegen Tabellenführer Viernheim, das Heidelberg auch lediglich mit 67:86 verlor. Terry und ihre Landsfrau Benavente sind gleichzeitig auch die gefährlichsten USC-Spielerinnen, auf die die „Shorthorns“ am Sonntag ihr Hauptaugenmerk legen müssen.

Gelingt am Sonntag ein Sieg in Heidelberg müssten bei noch sechs verbleibenden Partien die Teams aus Keltern und Ludwigsburg alle Spiele gewinnen und Herzogenaurach alle verlieren, um von den Abstiegskandidaten noch eingeholt werden zu können. Das sollte Motivation genug sein, um am Wochenende Heidelberg aus der Halle zu fegen.

 
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