Pro A-Reserve schlägt "Longhorns"
Tage wie diesen gibt es zum Leidwesen eines jeden Sportlers. Einem selbst soll einfach nichts gelingen, der Gegner befindet sich in Hochform und auch die Unparteiischen verdienen sich an solchen Tagen die Bezeichnung nicht. So widerfuhr es am vergangenen Sonntag den Regionalliga Basketballern der TSH, als sie beim BBC Bayreuth zu Gast waren. Mit 94:75 verloren die "Longhorns" dieses Spiel und damit auch ihre restlichen Aufstiegsambitionen.
Zwar belegen die Herzogenauracher Recken weiterhin den geteilten zweiten Tabellenplatz mit dem BV Chemnitz, können aber nur noch durch ein Wunder den Tabellenprimus aus Dresden einholen. Allerdings wird es wichtig sein, den zweiten Tabellenplatz zu sichern, da nächste Saison eine zusätzliche zweite Liga eingeführt wird, die mit Mannschaften aus den unteren Ligen aufgefüllt werden muss und so als Zweitplatzierter durchaus noch Chancen auf den Aufstieg durch das Hintertürchen bestehen. Doch nun zum Spiel selbst. Bayreuth trat erstmals in absoluter Topbesetzung an. Mit Zweitligaspieler Fabian Brütting, der zu keiner Zeit von den "Longhorns" zu stoppen war, sowie Sean McCaw, der ebenfalls erst zwei Spiele bestritten hatte und Sebastian Hänel standen gleich drei Spieler auf dem Parkett, die entweder diese oder letzte Saison Leistungsträger in der zweiten Basketball Bundesliga waren. So war der TSH bewusst, dass es eine schwere Aufgabe werden würde. Fabian Brütting legte gleich los, wie die Feuerwehr, punktete nach Belieben und schnell setzten sich die Oberfranken auf 15:7 ab. Die "Longhorns" trafen trotz vieler freier Schüsse nichts und bekamen auch bei klarsten Fouls nicht die ihnen eigentlich zustehenden Freiwürfe zugesprochen. So stand es nach dem ersten Viertel 23:11. Im zweiten Viertel machten die starken Bayreuther weiter wie sie im ersten aufgehört hatten. Nun setzte sich allerdings vermehrt der variabel agierende zwei Meter große Sean McCaw in Szene. Er netzte aus der Mitteldistanz einige Würfe ein, setzte sich aber auch in Korbnähe immer wieder durch. Unterstützt vom überragenden Sebastian Hänel dominierten sie zusammen die Körbe. Kaum ein Rebound landete in den Händen der Plantzas Recken und defensiv blockten sie etliche Würfe. Zur Halbzeit lagen die "Longhorns" schon leicht abgeschlagen mit 43:27 im Hintertreffen. Nach vier Minuten im dritten Viertel kam aber noch mal Hoffnung bei der TSH auf. Nach einem Korb von Mike Kaiser hieß es nur noch 48:36. Jetzt entschieden sich die Schiedsrichter leider fortan kein Foul mehr gegen Bayreuth zu pfeifen, was zur Folge hatte, dass die TSH aufgrund von foulwürdigen Kontaktes beim Wurf einige Würfe verwarf. Die darauf folgenden Beschwerden von Peter Simon zogen ein technisches Foul nach sich und Bayreuth verschaffte sich in dieser Phase einen 59:36 Vorsprung. Jetzt war das Spiel gelaufen. Jedoch verkürzten die Aurachstädter bis zur Pause noch auf 69:51. Im letzten Viertel versuchten die "Longhorns" alles, schlossen vorne schnell ab und gingen in der Verteidigung auf Ballgewinne. 71:56 nach drei weiteren Spielminuten sollte den geringsten Abstand zwischen den beiden Kontrahenten bis zum Ende darstellen. Die Bayreuther kontrollierten das Spiel durch den alles überragenden Fabian Brütting, der trotz seiner erst 21 Jahre spielte, als hätte er schon 30 Lenzen auf dem Buckel. Sebastian Hänel netzte zusätzlich noch den ein oder anderen Korb ein und das Spiel endete schließlich mit 94:75. "Jetzt heißt es nach vorne zu schauen. Wir müssen die Fehler analysieren und ausmerzen, denn wir haben noch einige schwere Spiele vor uns und wollen unbedingt den zweiten Tabellenplatz erreichen. Wir müssen nächste Woche zu Hause gegen Chemnitz wieder mit unseren Zuschauer im Rücken auf die Erfolgsspur zurückkehren." So Trainer Angelos Plantzas nach dem Spiel. Punkteverteilung: Althaus 2, F. Simon 3/1 Dreier, Schiele 2, Finger, Kaiser 24/4, P. Simon 3, T. Simon 6, Krempels 10, Person 17, Plantzas 8. |