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SB: BSG Ludwigsburg - Shorthorns PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sonja Hildel   
Dienstag, 9. März 2010

20 Minuten "nur geübt"

"Shorthorns" drehen in der zweiten Hälfte so richtig auf

Image 20 Minuten haben die Shorthorns gebraucht, um sich auf die Ludwigsburger Körbe einzuschießen, um in der zweiten Halbzeit im Angriff so richtig Gas zu geben. Nach einem Sieben-Punkte-Rückstand zur Halbzeit fielen die TSH-Körbe in der zweiten Hälfte aber wie am Fließband. Am Ende stand mit 91:63 der höchste Sieg dieser Zweitligasaison.

HERZOGENAURACH (sh) –  In Ludwigsburg verliefen nur die ersten fünf Minuten ausgeglichen. Ab da zeichnete sich bereits die Herzogenauracher Überlegenheit ab. Wäre da nicht wieder das alt bekannte Problem mit der Trefferquote gewesen. Anstatt kurzen Prozess mit dem Vorletzten zu machen, warfen die Shorthorns selbst aus den besten Wurfpositionen zahlreiche Fahrkarten. In Sachen Rebounds, Assists und Ballgewinne waren die Damen von Trainer Christian Braun ihrem Gastgeber jedoch klar überlegen.

Ludwigsburg hingegen kämpfte und war damit auch erfolgreich. Nachdem die Gastgeber nach dem ersten Viertel noch mit 18:22 im Hintertreffen lagen, entschieden sie das zweite Viertel mit 21:10 klar für sich. Diese Aufholjagd hatte Ludwigsburg insbesondere seiner Kapitänin Crystal Latoya Woodley zu verdanken, die in dieser Phase des Spiels so richtig aufdrehte und zehn Punkte beisteuerte.

«Kein Selbstmitleid!«

Die Halbzeitpause nutzte Braun angesichts des 32:39-Rückstands, seinem Team Mut zuzusprechen. Denn was die Shorthorns auf dem Spielfeld ablieferten, war durchaus zufriedenstellend, das Einzige was fehlte, waren die Punkte auf der Anzeigetafel. «Versinkt nicht bei jedem verworfenen Schuss in Selbstmitleid, sondern zeigt auch endlich durch Treffer, dass ihr die bessere Mannschaft seid«, motivierte Braun seine Spielerinnen.

Und die Shorthorns ließen im dritten Viertel den Worten ihres Coaches auch Taten folgen und fingen an zu treffen. Vor allem Johnette Walker sowie Anne und Margret Pfister sorgten nun für die Punkte. Zudem stand die TSH-Pressverteidigung wie eine Mauer. Selbst mit Foul trafen die Aurachstädterinnen nun zahlreiche Würfe und zogen verdient auf und davon. Mit 32:15 und 27:9 gingen beide Viertel in der zweiten Hälfte klar an die Gäste.

Der neunte Tabellenplatz ist ihnen zwei Spieltage vor Saisonende schon nicht mehr zu nehmen. Aber das eigentliche Ziel, das Braun ausgegeben hat, ist Rang acht. Und auch dieser ist nicht mehr in allzu weiter Ferne. Denn die «Shorthorns« könnten nur noch von Heidelberg vom achten Platz verdrängt werden und dazu müsste der USC schon seine beiden verbleibenden Spiele gegen Keltern und Speyer gewinnen und die Herzogenauracher müssten sowohl in Sandhausen als auch zuhause gegen Würzburg verlieren, um noch auf Platz neun verdrängt zu werden.

TSH: Klisanic, Wägner 17/1 Dreier, A. Pfister 13, M. Pfister 20, Gromotka 7, Hartz 4, Fischer, Walker 27, Heinz 2, Lohneiß 3/1.
 
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