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„Außer Spesen nichts gewesen“ in Dresden

Kein Kommentar 📁 Alle Shorthorns Teams, Shorthorns 🕔20.Oktober 2014
„Außer Spesen nichts gewesen“ in Dresden

Die Shorthorns konnten die Leistung vom ersten Spieltag nicht bestätigen. Die weiteste Reise der Herzogenaurach Regionalligadamen endete mit einer ernüchternden 59:46-Niederlage beim USV TU Dresden. Bereits die Anfangsphase verschliefen die Gäste und auch der Rest der ersten Hälfte bot wenig Grund zur Freude. Wenigstens brachte der zweite Durchgang etwas Ergebniskosmetik.

DRESDEN – Bedröppelte Mienen sah man zuhauf bei den Shorthorns, nach ihrem Auftritt am vergangenen Sonntag in Dresden. Gerade war das Spiel mit 59:46 verloren gegangen und die Herzogenauracherinnen schlichen vom Feld. Versteinerte Mienen zeigte auch das Trainergespann Christian Braun und Felix Hofmann. Einen Auftritt wie diesen hatte niemand erwartet.

Doch beginnen wir am Anfang. Ob der Absenzen von Kapitän Theresa Heinz, Konelija Klisanic, Janina Leipner und Kathrin Sperber reisten die Herzogenauracherinnen mit einigen Personalsorgen in die sächsische Landeshauptstadt. Dies relativierte sich aber schnell, denn bei den Gastgeberinnen fehlten mit Elisabeth Kunick (Schwangerschaft) und Topscorerin Dorothee Schönau (Urlaub) auch ganz wichtige Stützen. Personell stand es also quasi pari.

Da die Spielanlage beider Mannschaften grundsätzlich sehr ähnlich ist, beide Teams spielen aus einer stabilen Defensive gerne temporeich nach vorne, war davon auszugehen, dass sich das Team durchsetzt, welches den eigenen Stil besser durchsetzen können würde. Zuletzt hatten die Shorthorns dies getan und den SC Kemmern überrumpelt. Alle hofften auf einen ähnlichen Start. Doch den Blitzstart erwischten diesmal die Gastgeberinnen, die die TSH-Damen regelrecht überrollten und verunsicherten. Die druckvolle Manndeckung überfordern die Gäste sichtlich.

Der Widerstand der Shorthorns war, auch weil beste Chancen kläglich ausgelassen wurden, entsprechend schnell gebrochen und Dresden setzte sich über ein 7:3 (4. Minute) und 15:4 (7.) bis zur ersten Pause mit 19:7 vorentscheidend ab. Im zweiten Spielabschnitt wurde das Spiel der Herzogenauracherinnen etwas besser, der Rückstand wuchs dennoch auf 37:18 zur Halbzeit an. Dazu musste Jana Ulbig den Pausentee mit vier persönlichen Fouls einnehmen. „Das Spiel wurde schon in der ersten Halbzeit entschieden“, folgerte Co-Trainer Felix Hofmann richtig.

Eine solche Hypothek von 19 Punkten kann im Basketball durchaus in einer Halbzeit aufgeholt werden, allerdings nur an einem guten Tag und den hatten die Aurachstädterinnen sicherlich nicht erwischt. Symptomatisch dafür steht der Auftritt von Regine Brox und Laura Fürsich: Beide arbeiten defensiv, vor allem im Rebound, aufopferungsvoll, dafür fehlte im Abschluss nahezu jegliches Fortune. Insgesamt war das Wurfglück den Herzogenauracherinnen nicht hold. Glück muss man sich offensichtlich doch erarbeiten, was die Shorthorns nicht taten.
Eine Comeback war also nahezu unmöglich und glückte entsprechend auch nicht. Zum einen fehlte Ulbig, zum anderen wollte die Wurfquote einfach nicht besser werden. Wenigstens traten die Gäste nun mit mehr Einsatzbereitschaft auf und boten endlich mehr Gegenwehr. Vereinzelte spielerische Elemente lösten die unzähligen Kopf-durch-die-Wand-Einzelaktionen der ersten Halbzeit ab. Dresden schraubte den Aufwand etwas zurück und konnte das Ergebnis verwalten und den letztlich verdienten Sieg über die Runden zu bringen.

So bleiben wenige positive Erkenntnisse. Schön ist sicherlich, dass Yeliz Ertugrul (7 Punkte), Annika Redeker (3) und Laurine Carret (3) ihre ersten Punkte für die Shorthorns erzielten. Auch die ausgeglichene Punkteverteilung kann man positiv sehen. Dazu ist man, mit einem ausgeglichenen Punktekonto immer noch im Tabellenmittelfeld und die letzten Ergebnisse in der Liga sprechen für die Ausgeglichenheit eben jener. Somit schein Braun mit seiner Einschätzung, dass jeder jeden schlagen kann richtig zu liegen. Die Shorthorns haben also noch nichts verspielt.

„Wir waren zu Beginn weder körperlich noch geistig anwesend“, stellt ein konsternierter Trainer Braun fest. „Im nächsten Spiel haben wir nun etwas gut zu machen und es darf erwartet werden, dass die Trainingswoche höchst intensiv wird.“ gibt er sich aber kämpferisch und hofft sicher nach dem nächsten Heimspiel keine bedröppelten Mienen zu sehen.

Punkteverteilung Shorthorns: Angerstein 3 (1 Dreier), Brox 7, Carret 3 (1), Chioran 12, Ertugrul 7, Friedmann, Fürsich 8, Redeker 3, Ulbig 3.

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