Gegen die BG Leitershofen/Stadtbergen steckten die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach eine deutliche Niederlage ein. Mit 86:58 verloren die Herzogenauracher und müssen nun überlegen, wie sie in den Partien ohne ihre ProA-Spieler aus Nürnberg effektiver agieren können. Nach dieser Niederlage stehen die Aurachstädter auf dem 14. Tabellenplatz.

Gute Ansätze trotz Niederlage

„Die Situation ist ganz gut mit der aus der letzten Saison zu vergleichen. Aufgrund unserer wechselnden Besetzung brauchen wir schlichtweg ein bisschen länger, um uns in der jeweiligen Spielerkonstellation wohlzufühlen und um zu wissen, wer wann wie für was Verantwortung übernehmen muss“, sagte Longhorns-Trainer Nikola Jocic. „Trotz der Niederlage haben wir gute Ansätze gezeigt. Wir müssen nun konstant weiterarbeiten und an unseren Prozess glauben.“

Schon im ersten Viertel wurde schnell klar, dass es eine ganz schwere Aufgabe für die Herzogenauracher werden würde. Denn die Gastgeber starteten stark und zogen nach einem Dreier von Emanuel Richter mit 12:3 davon. Die TSH versuchte vieles, doch die starke Verteidigung der Leitershofener vereitelte immer wieder die Anstrengungen der Longhorns. Patrick Horstmann war an diesem Tag gut aufgelegt und sorgte zumindest dafür, dass sich der Vorsprung erst einmal nicht weiter vergrößerte. So stand es nach dem ersten Viertel 29:17 für die Hausherren.

Longhorns starten Aufholjagd

Im zweiten Viertel wurden die Longhorns stärker. Larry Hall und Mike Kaiser spielten ihre Routine aus. Immer wieder schlugen sie ihre Gegenspieler, vollendeten selbst oder fanden ihre besser postierten Mitspieler. Hinten machten Tobias Übbing und Anthony Bauer die Zone dicht. Dementsprechend konnten sich die Herzogenauracher sukzessive herankämpfen und die Leitershofener kamen ins Schwimmen. Zur Halbzeit stand es lediglich 41:39 für die Gastgeber.

Doch nach der Halbzeit kam auf der Gegenseite insbesondere der alles überragende Matthew Carr, der 26 Punkte erzielte und niemals zu kontrollieren war, immer besser ins Spiel. Egal ob aus der Ferndistanz oder per Zug zum Korb, der knapp 180 Meter große Aufbauspieler zeigte sein ganzes Arsenal. Der TSH war der Kräfteverschleiß des zweiten Viertels anzumerken und da die Herzogenauracher mit einer kurzen Rotation agierten, wurden sie immer müder. 21:4 gewannen die Gastgeber Spielabschnitt Nummer 3 und so gingen sie mit einer komfortablen 62:43-Führung in den Schlussabschnitt.

Zu wenig Kraft für letztes Viertel

Das letzte Viertel verkam zu einem etwas intensiveren Auslaufen. Zwar kämpften die Aurachstädter tapfer bis zum Ende, doch sie hatten schlichtweg nicht mehr die Kraft, das Spiel noch einmal zu drehen. Zu stark war nun die Leitershofener Centerriege um Nedim Hadzovic, Milan Tesic und Bernhard Benke. Das körperlich deutlich überlegene Trio spielte Katz und Maus mit ihren Gegenspielern und schlossen entweder sofort selbst ab oder angelten sich Offensivrebound um Offensivrebound. Schlussendlich ging der Leitershofener Erfolg auch in der Höhe von 86:58 in Ordnung, da die TSH in der zweiten Halbzeit den Gastgebern leider nur noch wenig entgegensetzen konnte.

TS Herzogenaurach: Horstmann (18), Kaiser (9), Übbing (8), Hall (8), Schlindwein, Dobert (9), Bauer (6), Kwilu.

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