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Happy End bei den Shorthorns

Kein Kommentar 📁 Shorthorns 🕔25.März 2014
Happy End bei den Shorthorns

Die Phrase „Happy end“ beschreibt den Saisonausklang der Regionalliga Basketballerinnen der TSH recht gut. Nach dem Derbysieg am letzten Wochenende gegen Schwabach hatten die Herzogenauracherinnen die Chance sich den achten Tabellenplatz im direkten Duell mit Jahn München 2 zu sichern.

Dass das kein leichtes Unterfangen werden würde, war, nicht nur aufgrund der dünnen Personaldecke, sondern auch aufgrund der Stärke des Gegners, klar. Doch die Shorthorns bewiesen Moral und Willensstärke und gewannen das Abstiegsduell mit 69:57 und sind nun zwischenzeitlich gar auf dem sicheren siebten Tabellenplatz bei einer Bilanz von 9:11 – Siegen, werden aber wahrscheinlich noch um einen Platz abrutschen, da der momentane Tabellenachte aus Dresden noch zwei Nachholspiele hat und durch diese aller Voraussicht nach an den Herzogenauracherinnen vorbeiziehen wird. Die Landeshauptstädterinnen sind jetzt sicher Tabellenneunter, haben 7:12 – Siege auf dem Konto und müssen nun hoffen, dass die Auf- und Abstiegssituation in den anderen Ligen sich für sie positiv gestaltet und sie derart doch noch in der Liga bleiben dürfen.

Von Start weg entwickelte sich ein der Tabellensituation entsprechendes intensives und hartes Spiel, welches beide Mannschaften unter allen Umständen für sich entscheiden wollten. Ein ausgeglichener Schlagabtausch entwickelte sich und die Shorthorns fanden in Jana Ulbig, die Topscorerin mit 20 Punkten war, ihre Punktegarantin. Die Münchnerinnen hielten als Kollektiv dagegen und nach dem ersten Viertel stand es 12:14 aus Sicht der Aurachstädterinnen.

Im zweiten Viertel ging es weiter knapp voran. Anna Friedmann verwandelte für die Herzogenauracherinnen zwei Dreier und bewies, dass gerade in solchen Situationen Erfahrung ein unabdingbares Gut ist. Die Landeshauptstädterinnen hielten durch Nadine Walsh (13 Punkte) dagegen, welche sich mit ihrer Athletik konstant gegen ihre jeweilige Gegenspielerin durchsetzen konnte. In der sechsten Minuten setzten die Shorthorns allerdings zu einem 6:0 – Lauf, den sie in der neunten Minute nochmals wiederholten und so führten sie zur Halbzeit mit 31:24.

Natürlich wurde dem Shorthornskenner bei dieser Konstellation schon etwas mulmig in der Magengegend, denn es sah genau so aus, wie schon in den letzten sieben Partien, die stets knapp verloren gingen. Das Schema war durchweg: Gut und intensiv spielen; Vorsprung erarbeiten; per Einbruch und Nervenflattern zur letztlich knappen Niederlage. Doch diesmal sollte es nicht so ablaufen. Die TSH hielt die Intensität hoch und verteidigte ihren Vorsprung. Hierbei taten sich jetzt vor allem Theresa Heinz und Laura Fürisch hervor, die sich gut unter dem Korb durchsetzten und so die Punkteproduktion übernahmen. Vor dem letzten Viertel stand es dann 48:41 für die TSH.

Aber noch immer war das Spiel offen und die Münchnerinnen hatten nicht die leiseste Idee davon, frühzeitig aufzustecken. Angeführt von der jetzt stark aufspielenden Jella Molz(13) verkürzten sie Punkt um Punkt den Rückstand und in der sechsten Minuten übernahmen die Landeshauptstädterinnen gar die Führung. 56:53 leuchtete es von der Anzeige und die schlimmsten Befürchtungen kamen auf. Doch die Shorthorns fassten sich ein Herz, allen voran Jana Ulbig, steigerten die Intensität und verteidigten auf Höchstniveau. Die Münchnerinnen fanden keinen Weg mehr, regelmäßig zu Punkten zu kommen und die TSH scorte nun fast nach Belieben. Wie im Rausch segelten sie so in Richtung Sieg und als die Schlusssirene wummerte, fielen sich die überglücklichen Shorthorns in die Arme, denn die Saison kam nun doch noch zu einem versöhnlichen Ende. Von der Tribüne kamen Standing Ovations und „Hosianna“ – Rufe und gemeinsamen feierten die Herzogenauracher Fans mit ihren Spielerinnen den Nichtabstieg.

„Heute haben wir gezeigt, dass wir eine funktionierende Mannschaft sind. Nachdem wir in der Rückrunde viele solcher Spiele verloren haben, haben wir uns heute einfach komplett dagegen gewehrt und das extrem wichtige Spiel nach Hause gebracht. Ich bin Stolz auf uns, dass wir uns an unseren eigenen Haaren wieder aus dem Sumpf gezogen haben. Die Saison war von vielen harten und demoralisierten Niederlagen geprägt, aber wir haben nie aufgesteckt und sind als Team zusammengestanden. Deswegen war es summa summarum eine gute Saison, auch wenn sie sportlich leider nicht besonders erfolgreich war. Aber dafür haben wir in dieser Saison den Umbruch geschafft und nächste Saison wird es sicher wieder erfolgreicher ablaufen.“ So der freudestrahlende Shorthorns-Trainer Christian Braun nach dem Spiel.

Punkteverteilung: Antoszkiewicz 2, Distler 7, Ertugrul 4, Friedmann 10, Dürsich 8, Heinz 8 , Klisanic 2, Sperber 8, Ulbig 20.

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