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Hogges raubt den Longhorns fast die letzte Hoffnung

Kein Kommentar 📁 Longhorns 🕔13.Februar 2017
Hogges raubt den Longhorns fast die letzte Hoffnung

1. Basketball-Regionalliga: TSH verliert in Rosenheim nach einer Zitterpartie mit 88:89 – 12.02.2017 16:40 Uhr

Der Kleinste war der Größte: Der Rosenheimer Jguwon Hogges (hier bedrängt von Pal Ghotra) war einfach nicht zu stoppen.

Der Kleinste war der Größte: Der Rosenheimer Jguwon Hogges (hier bedrängt von Pal Ghotra) war einfach nicht zu stoppen. © Foto: André De Geare


In einer bis zum Ende hart umkämpften Partie hatten letztlich die Oberbayern das notwendige Quäntchen Glück und Können auf ihrer Seite. Damit sind die Rosenheimer endgültig der Abstiegszone entronnen und können schon für das nächste Jahr in der 1. Regionalliga planen.

Die Aurachstädter dagegen müssten jetzt schon ein Wunder vollbringen, um den vorletzten Tabellenrang zu verlassen, denn mit 8:30 Punkten liegen sie jetzt schon zwei Siege hinter dem Tabellenelften aus Leitershofen. Somit bleibt den Herzogenaurachern nun nur noch zu hoffen, dass lediglich eine Mannschaft aus der Regionalliga absteigt, was sich aber erst im April entscheiden wird, wenn feststeht, welche Teams aus der ProB absteigen.

Dabei hätte aber auch alles ganz anders sein können, denn die stark ersatzgeschwächte TSH (Meredith, Ngom, Zinn und Sanders fehlten) startete gut ins Spiel und fand in Vedran Nakic, der 20 Punkte auflegte, ihren Punktegaranten. Der umsichtige Aufbauspieler überzeugte durchweg und führte seine Mannschaft sowohl auf dem Feld als auch moralisch. Jedoch fand er auch einen hochklassigen Widerpart, denn der Rosenheimer Jguwon Hogges lieferte gar eine noch stärkere Leistung. Mit 31 Punkten, elf Rebounds und sechs Assists dominierte der nur 175 Zentimeter große US-Amerikaner nach Belieben und führte schließlich die Seinigen zu einer 30:24-Viertelführung.

Im zweiten Viertel stellten die Herzogenauracher auf Zonenverteidigung um und brachten dadurch den SB in größere Probleme. Die bis dahin souverän kombinierenden Rosenheimer verloren ihren Rhythmus, die TSH übernahm das Kommando. Mike Kaiser und Kevin Wysocki sorgten für Zählbares, während in der Verteidigung Tim Handt die Zone kontrollierte. Mit seiner Größe und seiner Armspannweite erschwerte er die Abschlüsse der Gastgeber und diese trafen nur noch niederprozentig. So entschieden die Longhorns das zweite Viertel mit 24:14 für sich und gingen mit einer 48:44-Führung in die Pause.

Die Aurachstädter kamen mit viel Selbstvertrauen aus der Pause. Ben Gahlert, der mit neun Punkten ein solides Spiel ablieferte, wurde nun immer wieder unter Korb freigespielt und vollendete hochprozentig. Doch die Rosenheimer hielten dagegen und erhöhten das Tempo. Hogges führte die Abteilung Attacke an und schloss entweder selbst ab oder fand seine besser postierten Mitspieler. Insgesamt hatten die Gäste aber leichte Vorteile und gingen mit einer 72:65-Führung in die letzte Pause.

Im letzten Viertel hatten die Herzogenauracher dann anscheinend Furcht vor ihrer eigenen Courage, denn plötzlich wirkten sie verunsichert und verlegten selbst einfache Wurfmöglichkeiten. Die Rosenheimer spielten dagegen ihren Stiefel routiniert herunter und fanden in Center Dino Erceg ihren Zielspieler. Im Verbund mit Wirbelwind Hogges brachte er die TSH-Abwehr ein ums andere Mal zur Kapitulation und brachte die Seinigen wieder in Front.

Erst Klirren, dann Jubel

Doch die Herzogenauracher fanden drei Minuten vor Schluss wieder ihren Rhythmus und lagen bei 23 Sekunden auf der Uhr mit 88:87 in Front. Rosenheim hatte den Ball und Hogges übernahm die Verantwortung. Er penetrierte mit all seiner Gewalt zum Korb und wurde dabei gefoult. Resultat davon war, dass er zwei Freiwürfe zugesprochen bekam. Den ersten traf er souverän, der zweite klirrte auf den Ring, sprang weit nach oben ab, doch der Ball ging trotzdem durch die Reuse. Die Halle rastete aus, der letzte verzweifelte Wurf der TSH ging daneben.

Trainer Benedikt Aumeier war geknickt: „Es ist einfach hart. Wir haben heute und in dieser Saison so viele Spiele gehabt, in welchen wir eigentlich die bessere Mannschaft waren und am Ende dann das Spiel doch noch aus der Hand gegeben haben. Wir haben einen großen Kampf geliefert, aber letztlich hat Jguwon Hogges den Unterschied gemacht. Wir werden weiter intensiv arbeiten und versuchen, unsere letzte kleine Chance dennoch zu bewahren. Wir wollen uns als Team und Spieler entwickeln und so bringt es nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Jetzt können wir beweisen, dass wir Charakter haben.“

Longhorns: Feuerpfeil 2, Ghotra, Haßfurther 11, Nakic 20, Kaiser 17, Wysocki 23, Handt 5, Gahlert 9, Übbing.

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