Shorthorns wieder in der Erfolgsspur
Am vergangenem Samstag ereignete sich beim Spiel der 1.Regionalliga Basketballerinnen der TSH Merkwürdiges. Als jene die Damen der Friendsfactory München zu Gast hatten und damit der Tabellenzweite auf den Tabellenvierten traf, dachte der gewogene fachkundige Zuschauer, sich auf einen Basketballleckerbissen einstellen zu können. Doch wer dann das erste Viertel sah, hegte wohl den Verdacht, sich bei einem falschen Spiel wiederzufinden. Denn beide Mannschaften waren völlig von der Rolle, bei den Shorthorns konnten man den Grund noch den vielen Ausfällen zuschreiben, zuletzt fiel auch noch Ilona Brox mit einem Ermüdungsbruch im Fuß aus, bei den Münchnerinnen blieben aber viele Fragezeichen gegenüber der gezeigten Leistung offen. Denn das Ergebnis des ersten Viertels war 9:3 für die Aurachstädterinnen, was wohl eher einem Handball, denn einem Basketballergebnis gleicht und nur selten wurden weniger Punkte im einem Regionalligaspiel erzielt. Die Shorthorns freuten sich aber ihrer sechs Punkte Führung und steigerten sich ab dem zweiten Viertel kontinuierlich. Die Friendsfactory hingegen wollte sich wohl hauptsächlich Freunde in der gegnerischen Halle machen, da sie schlichtweg keine Anstrengung unternahm, das Spiel zu gewinnen. Tina Riegner und Sonja Hildel wussten jetzt vermehrt die Schwäche der Landeshauptstädterinnen zu nutzen und brachten ihre Mannschaft deutlich in Front. 30:13 leuchtete so es von der Anzeigetafel zur Halbzeit. Das Ziel der Shorthorns im dritten Viertel bestand darin, die sich im wohl schon im Sommerurlaub befindlichen Gäste nicht zu wecken. Das taten sie leider nur ungenügend, denn endlich stemmten sich die Münchnerinnen gegen die drohende Blamage. Das Spiel wurde fortan ausgeglichen gestalten und einige spielerische Höhepunkte konnten genossen werden. Die gute Regine Brox übernahm für die Herzogenauracherinnen mehr und mehr die Verantwortung in der Offensive und wurde dabei durch die Chefdirigentin Laura Angerstein maßgeblich unterstützt. Das dritte Viertel endete mit 15:13 für die TSH und so lagen die Damen des Markus Schönmüllers vor dem Schlussabschnitt mit 45:36 nahezu uneinholbar in Front. Im Schlussabschnitt zogen die Shorthorns noch mal in der Defensive an. Etliche Ballgewinne wurden generiert, hier tat sich vor allem die agile Anna Friedmann hervor und diese Ballgewinne wurden dann in Fast Breaks umgewandelt. Diese Tempoerhöhung konnten die Landeshauptstädterinnen nicht mehr mitgehen und kamen in den letzten zehn Spielminunten gerade einmal auf neun Pünktchen. DIe Shorthorns ließen es vom freudig erregtem Publikum jetzt einfach laufen und erzielten noch mal 21 Punkte im Schlussabschnitt, sodass sie schließlich mit 66:35 verdient gewannen. Damit belegen die Aurachstädterinnen weiterhin den zweiten Tabellenplatz bei 13:5 - Siegen, während die Münchnerinnen ihre Ambitionen die Spitze der Tabelle zu attackieren ad acta legen müssen und mit 10:7 - Siegen den fünften Tabellenrang einnehmen. " Das erste Viertel war heute ein Totalausfall auf beiden Seiten, doch glücklicherweise konnten wir uns von da ab steigern. Nach den beiden Niederlagen in den Vorwochen war dieser Sieg essentiell wichtig, denn erstens, können wir jetzt die Leipziger noch mal unter Druck setzen und zweitens, haben wir uns jetzt vor einem deutlichen Rückfall in der Tabelle abgesichert, da wir bei maximal schlechten Verlauf nur noch Vierter werden können. Davon gehe ich aber nicht aus, da wenn eine so personell geschwächte Mannschaft wie die unsrige den Tabellenvierten derart dominieren kann, dann müssen wir einfach auch noch die letzten beiden Spiele gewinnen und auf das Hoffnungslose hoffen, das bedeutet zwei Leipziger Niederlagen." So der Erfolgstrainer Markus Schönmüller nach dem Spiel.
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