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Longhorns beweisen Herz eines Löwen

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Allgemein, Longhorns, Mannschaften 🕔02.Oktober 2016
Longhorns beweisen Herz eines Löwen

Eine extrem bittere 63:61 – Niederlage mussten die 1.Regionalliga Basketballer der TSH am vergangenen Samstag im Lokalderby gegen die Mannen der Ansbach Piranhas hinnehmen. Die jungen Longhorns kämpften, rackerten und spielten als wenn es keine Morgen gäbe, aber Ende vernichtete ein Buzzer-Beater von Nicholas Freer alle Anstrengungen und ließ ein Meer aus Enttäuschung zurück. Jedoch zeigten die Herzogenauracher aber auch, dass sie mit dieser Mannschaft und Einstellung durchaus berechtigte Ambitionen haben, die Liga zu halten und dass ihr leidenschaftliches Spiel auf jeden Fall stets einen Besuch wert sein wird. Die Longhorns belegen nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Spielen den dreizehnten Tabellenrang, während die Ansbacher nach wie vor ungeschlagen sind und den zweiten Tabellenplatz einnehmen.

„Wir haben heute kämpferisch ein starkes Spiel hingelegt und am Ende hat uns einfach ein bisschen Glück und Abgezockheit gefehlt. Aber wir werden aus der Niederlage lernen und es wird unsere Entwicklung nur beschleunigen. Wir haben uns bewiesen, dass wir mit der richtigen Intensität gegen die meisten Mannschaften in der Liga mithalten, wenn nicht gar siegen können und so gehen wir trotz der ärgerlichen Niederlage mit einem guten Gefühl in die nächste Woche.“ So Longhornstrainer Benedikt Aumeier nach dem Spiel.

Im ersten Viertel legten die Longhorns los wie die Feuerwehr. Ein Dreier nach dem anderen fiel durch die Reuse der Ansbacher und hinten nutzten die langen Schlackse der TSH ihre Armspannweite und blockten etliche Würfe. So gingen sie schnell mit 9:2 in Führung und die Ansbacher, die als klarer Favorit ins Spiel gingen, schauten nicht schlecht. Die Aurachstädter hielten auch das restliche Viertel die Intensität auf einem extrem hohen Level und führten so zur Pause mit 19:14.

Auch im zweiten Viertel sollten die Herzogenauracher tonangebend bleiben. Der starke Vedran Nakic traf aus allen Lagen und leitete die Geschicke der Seinigen mit viel Ruhe und Übersicht und der 2,18 Meter große Tanor Ngom zeigte, dass er sich trotz seiner Länge elegant bewegen kann und spielte sich einige Male gekonnt zum Korb durch. Aber auch die Ansbacher gaben zu keiner Zeit klein bei und hielten in Person von Goran Petrovic und Nicholas Freer dagegen. Mit zwei Dreiern in 40 Sekunden verkürzten sie vor der Pause den Rückstand der Ihrigen auf 34:25.

Nach der Pause verloren die Longhorns dann etwas den Faden, da die Ansbacher sich geschickt auf die Angriffe ihrer Kontrahenten einstellten und ihnen so viele Optionen nahmen. So mussten die Aurachstädter viele schwere Würfe nehmen, die ihr Ziel nicht fanden und die Gäste nutzten die daraus resultierenden Rebounds dazu, ihren eignen Fast-Break einzuleiten und damit leichte Punkte zu erzielen. Dabei fiel besonders die breite des Ansbachers auf, da zwar gleich zehn Spieler punkteten, aber nur Nicholas Freer mit 17 Punkten zweistellig punktete. So verloren die Herzogenauracher das dritte Viertel mit 13:25 und die Gäste gingen erstmals in Führung. (47:50)

Das letzte Viertel sollte zu einer wahren Abwehrschlacht werden, auf der beide Seiten dem Gegner alles abverlangten. Das Spiel ging heiter hin und her und die TSH wurde von Mike Kaiser und Tim Handt im Spiel gehalten. Auf Seiten der Piranhas übernahmen Goran Petrovic und Nicholas Freer das Spiel und dreißig Sekunden vor Schluss sollte es dann 59:59 stehen. Ballbesitz Ansbach. Goran Petrovic geht alleine gegen drei Gegenspieler zum Korb und schließt im nach hinten fallen erfolgreich gegen insgesamt sechs Meter Körpergröße ab. 61:59. Es sind noch 22 Sekunden auf der Uhr und die TSH spielt ihren letzten Angriff. Drei Sekunden vor Schluss kommt der Ball zum starken Matthew Meredith und dieser 17-jährige Jüngling schießt mit dem Ertönen des Schlusssignals den Ball rein. 61:61. Doch plötzlich entscheidet das Schiedsrichterduo gegen die einstimmige Meinung des Kampfgerichts, dass noch zwei Sekunden auf der Uhr sind. Die Ansbacher werfen den Ball ein, dieser kommt zu Nicholas Freer, er steigt hoch und wirft den Ball durch die Reuse des Glücks der Ansbacher. 63:61 und den Herzogenaurachern bleicht nichts, außer sich um einen potentiellen Sieg und eine Verlängerung betrogen zu fühlen. Doch die rund 250 Zuschauer bewiesen Feingefühl und bedachten ihre junge, leidenschaftliche Truppe mit langen Standing Ovations und mit dem Gefühl, dass noch viele schöne Momente in dieser Saison vor ihnen liegen.

Punkteverteilung: Koulibaly 6, Hüttel, Feuerpfeil 3, Nakic 13, Kaiser 5, Handt 10, Meredith 12, Gahlert, Ngom 6, Buniatian, Übbing 6, Schlindwein.

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