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Longhorns kämpferisch

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Longhorns 🕔14.Dezember 2014
Longhorns kämpferisch

Ein ganz bittere Niederlage mussten die 1.Regionalliga Basketballer der TSH am vergangenen Samstag über sich ergehen lassen. Denn die Longhorns verloren beim Tabellenletzten, den Dachau Spurs, mit 65:52. Die Dachauer waren bislang ohne Erfolg in dieser Saison geblieben, haben nun eine Bilanz von 1:11- Siegen, verharren aber weiter auf dem letzten Tabellenrang. Die Herzogenauracher hingegen haben 5:7 – Siege auf der Habenseite stehen und belegen den zehnten Rang. Wer sich nun fragt, wie konnte das geschehen, bekommt zwei einfache Antworten. Die erste weist folgende Liste aus: Monty Rogers, Ryan DeMichael, Mike Kaiser, Christian Imberi, Peter Simon, Julian Patton, Karen Buniatian, Moritz Hüttel. Wer sich nun denkt, ja das ist doch die potentielle „Startin Five“ plus adäquater Ersatzbank der Longhorns und diese sollte doch ohne Probleme im oberen Drittel der Tabelle mitspielen, täuscht sich nicht in der Annahme des Niveaus der Spieler, sondern in deren derzeitigen Status. Den allesamt haben sie Verletzungen, bzw. wechselte Imberi in der Vorwoche zum Ligakonkurrenten nach Ansbach. Der Verlust dieser spielerischen Qualität war diesmal nicht mehr auszugleichen, da zudem die zweite Antwort auf die obige Frage lautet: Die Spurs haben mit Georg Hörl ihren besten Spieler genau zu eben jenem Spiel zurückbekommen und der zeigte, dass er zu den Topspielern der Liga zählt und legte mal soeben im ersten Spiel nach seiner Rückkehr 17 Punkte und 16 Rebounds auf.

„Wir haben im Moment einfach eine unglaubliche Pechsträhne. Dass in dieser Situation auch noch Ryan DeMichael kurzfristig aufgrund einem Virusinfekt ausfällt, ist schlicht unglaublich. Wenn acht von vierzehn Spielern ausfallen, dazu noch die vier Topscorer und der Kapitän dann fragt man sich, ob das noch mit rechten Dingen zugeht. Natürlich muss man dann überlegen, ob man etwas im Training falsch macht, aber die Verletzungen sind ausnahmslos in Situationen geschehen, wo man nichts dagegen machen. Wenn man mit 90 bis 100 Kilo einem auf den Fuß springt oder einer einem ins Knie fällt, sind die Bänder einfach durch. Trotzdem haben wir noch eine gute Leistung gezeigt, drei Viertel sehr gut mitgehalten, aber dann ging uns die Kraft aus. Wir haben starken Teambasketball gezeigt und darauf können wir aufbauen. Nächste Woche zum Lokalderby gegen Ansbach kommen zumindest wieder DeMichael, Hüttel und Buniatian zurück, sodass wir wieder voll angreifen können und wenn möglich mit einen Sieg in die Winterpause gehen können.“ So das Trainerduo Angelos Plantzas und Aidin Kabir nach dem Spiel.

Zu Beginn sah es noch ganz gut für die TSH aus. Benedikt Aumeier und Markus Person leiteten die Abteilung Attacke und zogen mit Energie zum Korb der Gastgeber und vollendeten dort mit Leichtigkeit. So führten die Aurachstädter nach drei Minuten mit 8:4. Nun kamen aber die Gastgeber besser ins Spiel und insbesondere Centerspieler Georg Hörl übernahm Verantwortung. Immer wieder sicherte er sich Offensivrebounds und verwandelte diese umgehend in Zählbares für die Seinigen. So konnten die Spurs zur Viertelpause auf 16:11 davonziehen.

Im zweiten Viertel schlugen die Longhorns aber mit aller Macht zurück. Toni Donhauser, Leon Ort und Benno Schüpferling trafen die zuvor schön herausgespielten Würfe traumwandlerisch sicher aus der Ferndistanz. Neun Punkte in Folge und die TSH lag wieder in Führung. Im Anschluss entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel, das vor allem durch die intensive Verteidigung der beiden Teams bestimmt war. Beide Mannschaft brillierten jetzt in der Disziplin „Ich nehme dem Gegner seine größten Stärken“. Dies hieß auf Seiten der Dachauer, dass sie Zügen zum Korb der Herzogenauracher Aufbau- und Flügelspieler unterbanden, auf Herzogenauracher Seite bedeutet dies hingegen, den Aktionskreis der Dachauer Centerspieler einkreisen. So kam das niedrige Halbzeitergebnis von 27:30 für die Aurachstädter zustande.

Auch im dritten Viertel sollte das angeschlagene Longhornsteam weiter den Ton angeben. Adrian Dlugosch und TS-Neuzugang Alexander Malinkovich, der mit sieben Punkte einen ordentlichen Einstand gab, sorgten nun für die Punkteproduktion und hinten hielten Markus Person und Frederik Simon den Laden zusammen. So konnten sich die Herzogenauracher einen fünf Punkte Vorsprung nach weiteren vier Minuten herausspielen.(38:33) Nach einer Dachauer Auszeit kamen eben jene besser ins Spiel und konnten durch Miroslav Ljoljic(23 Punkte) immer wieder unter dem Korb Punkten. Doch vor dem Schlussabschnitt führten die Longhorns noch immer mit 47:45.

Jetzt sollte sich aber der Kräfteverschleiß der Herzogenauracher bemerkbar machen. Die aufopferungsvoll kämpfenden Aurachstädter taten alles in ihrer Macht stehende, um die wütenden Angriffe der Dachauer abzuwehren, aber dies sollte nicht ausreichen. Punkt um Punkt zogen die Gastgeber davon und den Gästen aus Mittelfranken sollten im Schlussabschnitt nur noch fünf Punkte gelingen. Somit gewannen schlussendlich die Gastgeber aus Dachau verdient mit 65:52, dennoch muss den Hut vor dem Auftreten der Herzogenauracher ziehen, da sie bis zuletzt kämpften und das Herz eines Champions zeigten.

Punkteverteilung: Person 8, Aumeier 5, F. Simon 3, Ort 8, Dlugosch 4, Donhauser 8, Schüpferling 9, Malinkovich 7.

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