Longhorns missglückt Revanche gegen Schwabing

Longhorns missglückt Revanche gegen Schwabing

Kein Kommentar 📁 Longhorns 🕔26.Februar 2018
Longhorns missglückt Revanche gegen Schwabing

Herzogenaurachs Basketballer halten gut mit, leisten sich aber zu viele Fouls – 18.02.2018 23:14 Uhr

HERZOGENAURACH – Die Revanche für die Hinspielniederlage – und vor allem für das katastrophale Anfangsviertel – ist den Longhorns gegen den MTSV Schwabing nicht geglückt. Trotzdem konnten die Herzogenauracher aus der Partie Mut schöpfen.

Die Personalsituation war schwierig – und doch konnten die Longhorns das Spiel gegen den körperlich starken Tabellennachbarn aus München lange offenhalten. Am Ende hieß es jedoch 81:88 aus Sicht der TSH.

Neben der Verletzung von Kapitän Mike Kaiser (Sehnenanriss) mussten die Herzogenauracher auch noch die Ausfälle von Tobias Übbing (Fersenprellung) und Fritz Eismann (Kreuzbandriss) verkraften. Immerhin konnten die Longhorns wieder auf Matthew Meredith und Marvin Omuvwie von den Falcons aus Nürnberg (ProA) zurückgreifen, die sich gut in das Team einfügten.

Obwohl beide Mannschaften vor dem Spiel bei sieben Siegen standen (die TSH hatte eine Niederlage mehr), galten die Münchner aufgrund der Verletzungsmisere der Aurachstädter als Favorit.

Bei der Verlesung der Mannschaftsaufstellung wurde Ben Gahlert zum 18. Geburtstag gratuliert. Das Geburtstagskind ging dementsprechend hochmotiviert zu Werke, war Topscorer seines Teams und erzielte gleich die ersten Punkte per Korbleger. Nach einem vergebenen Dreier der Schwabinger schnappte sich Gahlert den Defensivrebound und über Daniel Krause verwandelte Omuvwie per Alley-Oop. Es ging gut los.

Nur durch Foul zu stoppen

Doch die nächsten beiden Aktionen der Münchner sollten symptomatisch für das Spiel stehen – zweimal zogen sie zum Korb, zweimal waren sie nur durch ein Foul zu stoppen, einmal ging der Ball trotz Foul ins Netz. Freiwürfe waren an diesem Tag kein Problem für den MTSV und so stand es 4:5.

„Für mich war entscheidend, dass wir viele Freiwürfe abgegeben haben. Die haben da eine gute Quote“, sagte Aumeier nach der Partie: „Da hat man einfach gesehen, dass das Team aus Schwabing sehr, sehr physisch ist und es jedes Mal zum Korb schafft und sich die Pfiffe abholt.“

Im Anschluss waren die Longhorns vor allem durch gute Anspiele in der Zone erfolgreich, von außen ging dagegen im Gegensatz zum MTSV nicht viel. 17:21 stand es nach dem ersten Viertel. Im zweiten Durchgang fanden die Dreier der Longhorns besser das Ziel, die Münchner profitierten weiter von ihrem starken Zug zum Korb und den verwandelten Freiwürfen.

Schlecht in Gang gekommen
Nach zwei schönen „Durchsteckern“ der TSH in der gegnerischen Zone hatte der MTSV-Trainer genug und faltete seine Verteidigung zusammen. Den letzten Angriff vor der Halbzeit hatten die Longhorns für sich – der gut herausgespielte Dreier von Daniel Krause rollte jedoch wieder heraus. Halbzeitstand: 43:43. In der Pause streikte die Musikanlage – erst drei Minuten vor Wiederanpfiff schallte etwas Michael Jackson durch die gut besuchte Halle.

Ähnlich schlecht kamen die Longhorns in Gang, auf drei Ballverluste folgten fünf Zähler durch die Münchner. Zusehends schlichen sich aber auch Ungenauigkeiten in das Schwabinger Spiel ein, die TSH fand wieder Anschluss. Nach einem Bauerntrick (Anwerfen des Gegners und erzielen der Punkte beim Einwurf) von Vedran Nakic, nahm der Münchner Trainer beim Stand von 52:52 erbost eine Auszeit. Das Spiel blieb eng – 59:60 stand es vor dem letzten Abschnitt.

Im Schlussviertel entschieden die vielen Fouls gegen die TSH plus die eigenen vergebenen Wurfchancen die Partie. Ergebnis war zunächst ein 1:15-Lauf. Hier konnten die Longhorns kräftemäßig nicht mehr mithalten, die Schwabinger trafen auf alle mögliche Arten.

Nicht unzufrieden
Die TSH kam zwar nochmal näher ran, diese Hypothek konnten sie aber nicht mehr wettmachen. Am Ende stand auf der Anzeigetafel ein 81:88. Komplett unzufrieden war Aumeier aber nicht: „Alle haben gekämpft, wir haben ein sehr ausgeglichenes Scoring, wie immer die letzten Spiele. Das heißt, jeder übernimmt Verantwortung. Man muss einfach sagen, Schwabing war einen Tick physischer und dadurch einen Tick besser.“

Ein Blick auf die Freiwurfstatistik zeigt, wie schwer es war, den Schwabinger Zug zum Korb zu stoppen. Zudem bewiesen diese Nervenstärke von der Linie (Freiwürfe TSH: 9/14; MTSV: 26/32). Nervenstärke brauchen auch die Longhorns weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt.

TSH: Horstmann 11, Gahlert 19, Krause 14, Nakic 5, Schlindwein 8, Meredith 15, Kaiser V., Kwilu, Omuvwie 9[…].

DOMINIK GERLING, Nordbayerische Nachrichten

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