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Longhorns mit erstem Saisonsieg

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Longhorns 🕔12.Oktober 2014
Longhorns mit erstem Saisonsieg

“Saisonsieg Nummero uno eingefahren!“, hieß es am vergangenem Samstag für die 1.Regionalliga Basketballer der TSH, als sie bei ihrem Auswärtsspiel bei den Mannen des MTV Schwabing denkbar knapp mit 81:79 reüssierten. Nach einem langen und harten Kampf gewannen die Longhorns schließlich verdient, jedoch gibt es dabei aber einen riesigen Wehmutstropfen. Sympathieträger und absoluter Leistungsträger Monty Rogers riss sich im dritten Viertel die Achillessehne und wird wohl die gesamte Saison über ausfallen. Damit geht natürlich einher, dass die Aurachstädter eine Korrektur ihres Saisonziels vornehmen müssen, da sie zwar über einen tiefen Kader verfügen, der mit Sicherheit den Ausfall einigermaßen kompensieren kann, aber Rogers ist einer der wenigen Spieler, die definitiv nicht komplett ersetzt werden können.

„Nach dieser Hiobsbotschaft müssen wir als Team einfach noch enger zusammenrücken und jeder einzelne Spieler muss einen Tick mehr Verantwortung übernehmen. Letzte Saison haben wir auch ohne Monty einige Spiele gegen gute Teams gewonnen und so müssen wir uns jetzt der neuen Situation entsprechend anpassen. Wir sind uns sicher, dass uns das auch gelingen wird. Improvisation war schon immer unsere große Stärke.“ So das Trainerduo Aidin Kabir und Peter Simon zur Verletzung von Rogers.

Nach dem Erfolg liegen die Herzogenauracher nun auf dem neunten Tabellenrang mit 1:2 – Siegen, während die Landeshauptstädter weiter ohne Sieg bleiben, 0:2 – Siege vorweisen und den elften Tabellenplatz einnehmen.

Schon im ersten Viertel zeichnete sich ein hart umkämpftes Spiel ab, das auf Augenhöhe stattfinden sollte. Der schon oben erwähnte Rogers erwischte einen Sahnetag und legte allein im ersten Viertel 15 Punkte auf und hielt so die Seinigen fast im Alleingang im Spiel. Für die Schwabinger überzeugte Centerspieler Jermaine Lippert, der offensichtlich einen kräftigen Schluck Zielwasser direkt vor dem Spiel getrunken hatte, denn beim „warm laufen“ warf er noch eine Fahrkarte nach der anderen, doch im Spiel netzte er schnell drei Dreipunktwürfe in Folge ein. Schlussendlich war es aber egal, ob Lippert nun ein Meister der Tarnung ist oder Fortuna ihn einfach küsste, Resultat war, dass die Münchner nach dem ersten Viertel mit 23:22 in Front lagen.

Im zweiten Viertel kamen die Longhorns immer besser ins Spiel. Der überragende Mike Kaiser verwandelte einige Würfe aus der Mitteldistanz und Benno Schüpferling zeigte seine Qualitäten von der Dreipunktlinie. Im Duett führten die Beiden die Ihrigen zu einer 30:25 – Führung, welche die Herzogenauracher auch erst einmal halten sollten. Der gute Christian Imberi verwandelte im weiteren Verlauf des zweiten Abschnitt zwei weitere Dreier und definsiv hielten insbesondere Ryan DeMichael, Adrain Dlugosch und Markus Person die Reihen zusammen. Dennoch konnte der wieselflinke Liam Carpenter(18 Punkte) immer wieder erfolgreich zum Korb penetrieren und dort erfolgreich abschließen. Nach der ersten Spielhälfte stand es dann 45:40 für die TSH.

Das dritte Viertel begann gut für die Herzogenauracher. Schnelle Punkte durch Peter Simon und Monty Rogers führten die zur einer 56:45 – Führung, doch dann geschah die folgenschwere Szene mit Rogers. Rogers versuchte ein mittelhohes Anspiel aus der Luft zu pflücken, eine Aktion die zig Mal im Spiel passiert, doch bei der Landung fiel er direkt um. Sein erster Kommentar war: „Die Achillessehne ist gerissen.“ Zum Leidwesen der Herzogenauracher Basketballfreunde sollte er recht behalten. Die Longhornsherde versetzte diese Szene in eine Art Schockzustand, ihnen gelang in den nächsten vier Minuten kein einziger Punkt und die Struktur im Spiel der Aurachstädter ging völlig verloren. So kamen die Gastgeber näher heran und nach zwei Minuten im vierten Viertel waren die Landeshauptstädter wieder auf 66:64 an den Herzogenaurachern dran.

Aber man sollte nie das Herz eines Bullen unterschätzen, denn die Longhorns weigerten sich fortan, sich ihrem Schicksal zu ergeben und kämpften wie die Berserker. Zwar konnte sich der neutrale Beobachter weiter fragen, wieso den Schwabingern unzählige Ringereinlagen nicht abgepfiffen wurden, die es den Herzogenaurachern schlicht unmöglich machten, irgendwie in ihre Positionen zu kommen und die ein strukturiertes Spiel unmöglich machten, aber die TSH improvisierte und der immer stärker werdende Mike Kaiser übernahm die Last der Produktion im Alleingang. So konnten sich die Aurachstädter zwei Minuten vor Ende auf 79:75 absetzen. Im Anschluss gelang beiden Seiten nur noch recht wenig und so kam es zur folgender abschließender Aktion. Die Schwabinger lagen bei noch zehn Sekunden auf der Uhr mit 81:79 im Rückstand. Liam Carpenter zog mit Höchstgeschwindigkeit zum Korb, setzte zum Korbleger an, die Zuschauern sahen vor ihrem inneren Auge schon den Ball durch den Korb fallen, doch ihr inneres Auge hatte nicht mit dem heranfliegenden Ryan DeMichael gerechnet, der den Ball in letzter Sekunde ans Brett hämmerte und so den sicher geglaubten Korb noch verhinderte und zugleich den ersten Saisonsieg der Herzogenauracher unter Dach und Fach brachte. Spektakulärer hätte der Sieg nicht eingefahren werden können.

„Wir sind überglücklich diesen Sieg mitgenommen zu haben, übertraurig wegen Montys Verletzung. Unsere Aufgabe wird nun sein, unseren Spielstil den neuen Umständen anzupassen und das Beste aus der Situation zu machen. Wir haben noch immer eine starke Mannschaft und können mit jeder Mannschaft in dieser Liga mithalten. Wir haben heute gezeigt, dass wir taktisch variabel agieren können und genau das müssen wir weiter ausbauen, sodass wir stets individuell auf den jeweiligen Gegner reagieren können. Schon im letzten Jahr hat unsere zweite Reihe gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen kann und selbiges erwarten wir uns jetzt auch von ihnen und wir sind uns absolut sicher, dass die Saison trotz Montys Verletzung eine erfolgreiche werden wird.“ So das Trainerduo Aidin Kabir und Peter Simon nach dem Spiel.

Punktverteilung: Kaiser 25, Imberi 6, Patton, Simon, P. 3, DeMichael 12, Simon, F., Schüpferling 9, Dlugosch 2, Person 4, Rogers 21.

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