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Longhorns mit Hammerspiel im Derby

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Longhorns 🕔21.Dezember 2014
Longhorns mit Hammerspiel im Derby

Was war denn bitte am vergangenem Samstag in der Sporthalle des Gymnasiums zu Herzogenaurach los? Da findet das Mittelfrankenderby in der 1.Basketball Regionalliga statt und die Longhorns, die in der Vorwoche gegen den bis dahin sieglosen Tabellenletzten Dachau verloren haben, drehen auf, als wenn es kein morgen gäbe und fegen mal soeben den ehemaligen Angstgegner aus Ansbach mit 98:72 aus der Halle. Und dies nicht, weil die Ansbacher einen schlechten Tag erwischt hatten, sondern weil die Aurachstädter schlichtweg Teambasketball vom Feinsten zelebrierten. Der Ball lief durch die Herzogenauracher Reihen wie an einer Schnur gezogen und es wurde stets der besser positionierte Spieler gesucht und gefunden. Im Vorfeld herrschte allgemein die Meinung, dass die longhornsche Rumpftruppe, die nur zu acht antreten konnte, eine herbe Niederlage einstecken würde. Doch was Trainer Angelos Plantzas erneut aus seiner Truppe herausholen konnte, brachte selbst die Gegner zu Respektsbekundungen.

„Wir haben gewusst, dass wir nur über die Intensität in diesem Spiel bestehen können und genau das haben wir getan. Alle Spieler haben Verantwortung übernommen und gezeigt, dass auf sie hundertprozentig Verlass ist. Ein besonderes Lob hat heute Frederik Simon verdient, der trotz einer Knieverletzung sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat und ein bärenstarkes Spiel absolviert hat. Das zweite Sonderlob haben sich unsere Zuschauer verdient, da wir mit ihnen immer einen sechsten Mann auf dem Feld haben und sie haben diesmal wirklich den Unterschied gemacht. Jetzt ist aber für alle Beteiligten die Weihnachtspause dringend notwendig, damit man sich von der harten Hinrunde regenerieren kann.“ So Erfolgscoach Angelos Plantzas nach dem Spiel.

Schon im ersten Viertel war abzusehen, dass sich die personell stark dezimierten TSHler nicht einfach ihrem Schicksal ergeben würden. Denn sie kämpften um jeden Ball, hechteten sich auf den Boden und die Auswechselbänke, um Bälle zu retten und vorne liefen die Wurfhände heiß. Insbesondere Benno Schüpferling stach heraus, da er in den ersten zehn Minuten gleich drei Dreipunktwürfe netzte und so die Seinigen in Front brachte. Dazu dominierte der alles überragende Ryan DeMichael die Szenerie unter dem Korb, erzielte insgesamt 29 Punkte und 15 Rebounds und trug derart dazu bei, dass die TSH nach dem ersten Viertel mit 32:20 in Führung lag.

Im zweiten Viertel übernahmen nun die Herzogenauracher Aufbauspieler Benedikt Aumeier, Leon Ort und Markus Person die Verantwortung in der Offensive und zogen immer wieder mit viel Power und Tempo zum Ansbacher Korb und schlossen dort sicher ab. Die Ansbacher wurden vom starken Mathias Meinel(20 Punkte) im Spiel gehalten, der meist den Ball am Zonenrand bekam und von dort seine Aktionen startete, die er dann hochprozentig nutzte. So entwickelte sich ein Spiel auf höchstem Niveau, das dem Basketballfan die Freudentränen auf die Wangen tanzen ließ. Bis zur Halbzeit konnten die Aurachstädter ihren Vorsprung verteidigten und führten zum Pausengong mit 54:40.

Die Ansbacher kamen besser aus der Pause und Goran Petrovic, der 17 Punkte erzielte, verwandelte zwei Dreipunktwürfe nacheinander und plötzlich waren die Gäste nach drei Minuten wieder auf sechs Punkte dran. Nach einer Auszeit der Herzogenauracher fanden diese aber wieder ihren Rhythmus und brachten vermehrt Ryan DeMichael und Toni Donhauser ins Spiel, die dann meist unter dem Korb abschloss. Dazu zeigte Moritz Hüttel, dass er mehr als ein solider Schütze ist und netzte erst einen Halbdistanzwurf, um dann im Folgeangriff noch einen Schritt weiter nach hinten zu machen und gleich einen „Dreier“ in die Reuse des Glücks zu feuern. Aber noch ließen sich die Gäste nicht endgültig abschütteln. Vor dem Schlussabschnitt führten die Longhorns mit 77:59.

Jetzt sollte die Bezirkshauptstädter noch mal aufkommen, Goran Petrovic zog nun vermehrt zum Korb und Manuel Immamovic wühlte erfolgreich unter dem Korb. So kamen die Ihrigen erneut auf zwölf Punkte heran, aber dann sollte die Stunde des Frederik Simon schlagen. Gerade eingewechselt, nahm er sich den Ball und feuerte ihn aus gut 7,5 Meter Entfernung Richtung Korb. Ergebnis: Drei Punkte für die TSH. Einen Angriff später schnappte er sich erneut die Kugel und zog mit all seiner Energie zum Korb, legte den Ball rein und bekam dazu noch ein Foul zugesprochen. Den daraus resultierenden Freiwurf verwandelte er auch noch und das Spiel war gelaufen. Jetzt spielten die Herzogenauracher das Spiel locker runter. Ryan DeMichael setzte mit einem krachenden Dunking zwei Minuten vor Schluss das Highlight des Spiels und die Fans der Longhorns feierten bis zum Spielende. Mit dem Sieg machten sich die Herzogenauracher selbst und ihren Fans das wohl schönste Weihnachtsgeschenk, dass aus basketballerischer Sicht möglich war. Die Longhorns belegen nun den siebten Tabellenrang mit einer Bilanz von 6:7 – Siegen, während die Ansbacher bei gleicher Siegquote den achten Rang belegen.

Punkteverteilung: DeMichael 29, Schüpferling 15, Simon, F. 11, Hüttel 8, Aumeier 11, Donhauser 12, Ort, Person 12.

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