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Longhorns mit kämpferischem Auftritt

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Longhorns 🕔09.November 2014
Longhorns mit kämpferischem Auftritt

Die 1.Regionalliga Basketballer der TSH wollten am vergangenem Samstag Wiedergutmachung für die deftige Niederlage in der Vorwoche gegen Nördlingen und sie bekamen sie auch, wenn auch nicht in der klassischen Art und Weise. Denn anstatt mit einem Sieg alles wieder vergessen zu machen, verloren die Herzogenauracher mit 75:65 gegen die Topmannschaft aus Oberhaching, aber dies in einer Form, die einem den Hut ziehen lässt. Aufgrund verschiedenster Verletzungen und beruflicher Verpflichtungen traten die Longhorns nur zu acht an, wobei Karen Buniatian nicht zum Einsatz kam und so kämpften sieben tapfere Aurachstädter wie die Stiere gegen eine komplett besetzte Oberhachinger Mannschaft, die vom Herzogenauracher Trainerstab als die stärkste Mannschaft der Liga angesehen wird. Der entscheidende Fakt, weswegen die Herzogenauracher schließlich verloren, war dann auch, dass ihnen schlicht die Kraft ausging und so, viele freie Würfe vergeben wurden. Dennoch konnten die Longhorns und ihre Fans zufrieden sein, da offensichtlich alle Beteiligten wirklich ihr Allerletztes gegeben hatten, aber einfach ein wenig mehr Personal auf der Bank fehlte, um das Spiel für sich entscheiden zu können. Somit liegen die Herzogenauracher jetzt auf dem achten Tabellenplatz mit einer Bilanz von 3:4 – Siegen, während die Oberhachinger in höhere Gefilde voranschreiten, 5:2 – Siege aufweisen und den vierten Tabellenrang einnehmen.

Schon im ersten Viertel deutete sich an, dass das Spiel ein hoch intensives werden sollte. Beide Seiten schenkten sich nichts, selten sah man so viele Menschen auf dem Boden der Gymnasiumshalle liegen und das Spiel gestaltete sich ausgeglichen. Christian Imberi und Benedikt Aumeier setzten auf Seiten der Aurachstädter Akzente, während auf Seiten der Gäste der ehemalige Juniorennationalspieler Moritz Wohlers für Punkte unter dem Korb sorgte. So stand es nach den ersten zehn Minunten 17:23 für die Gäste, die kurz vor dem Viertelende noch einen Dreipunktwurf netzten und so deutlicher in Führung lagen, als dass es der Spielverlauf hergegeben hätte.

Das zweite Viertel sollte genauso weitergehen, wie schon zuvor. Beide Seiten kämpften ohne Ende, ließen dem jeweiligen Angriff kaum Luft zu atmen und so fielen zunächst nur wenige Punkte. Doch je länger das zweite Viertel voranschritt, umso müder wurden beiden Mannschaften, da diese Taktzahl einfach nicht gehalten werden konnte. Dementsprechend passierten immer mehr Fehler in der Verteidigung und beide Mannschaften kamen sukzessive zu Punkten. Der starke Mike Kaiser sorgte für Punkte aus der Ferndistanz, während sich Peter Simon mit energiegeladenen Zügen zum Korb sich ein ums andere Mal Fouls abholte, um dann die Freiwürfe zu netzen. Eine Sekunde vor der Halbzeit sollte sich dann noch ein Highlight ereignen. Jakop Sperber nahm aufgrund der ablaufenden Uhr einen Dreipunktewurf aus gut zehn Meter Entfernung und traf diesen mit Brett, also eine eigentlich unmöglich Konstellation und damit führten die Seinigen mit 43:37 zur Halbzeit.

Im dritten Viertel bemühten sich die Herzogenauracher weiter, doch man merkte ihnen die kleine Rotation an. Hinten konnten sie noch einigermaßen gegen die körperlich deutlich überlegenen Oberhachinger, die gleich drei Spieler mit über 2,05 Meter Körpergröße und 110 Kilogramm Lebendgewicht in ihren Reihen hatten, dagegenhalten, aber vorne wurden die Würfe immer kürzer, da schlicht die notwendige Frische und Konzentration fehlte. Adrian Dlugosch und Toni Donhauser waren in dieser Phase diejenigen, welche noch ab und an für Punkte sorgten, aber dies reichte nicht aus, um mit den Gästen mithalten zu können und so konnten sich die Oberbayern Stück für Stück absetzen und lagen vor dem Schlussabschnitt mit 62:50 in Front.

Die TSH kämpfte tapfer, versuchte nochmals alles, aber wann immer sie auch die Chance hatten, wirklich in Reichweite der Oberhachinger zu kommen, versagte Fortuna ihnen diese und die entscheidenden Würfe fielen einfach nicht. So konnten die Oberbayern bis zum Ende den Vorsprung relativ konstant halten und schließlich verdient mit 75:65 gewinnen.

„Ich denke, wir haben heute ein sehr intensives und gutes Spiel gezeigt. Es haben diesmal sechs unserer Spieler aufgrund unglücklicher Umstände gefehlt, aber dennoch haben wir zu keiner Sekunde zurückgesteckt. Hätten wir eine normale Dreipunktquote gehabt, wäre mehr drin gewesen, aber die zunehmende Erschöpfung ließ dies einfach nicht mehr zu. Dennoch haben alle gesehen, was man mit Herz und Willen erreichen kann und auch die Zuschauer haben beste Unterhaltung gesehen. Nächste Woche in Bayreuth kommen wieder einige Spieler zurück und dann wollen wir Sieg Nummero vier einfahren.“ So Longhornstrainer Angelos Plantzas nach dem Spiel.

Punkteverteilung: Imberi 13, Kaiser 21, Simon 6, Aumeier 10, Buniatian, Dlugosch 6, Hüttel 2, Donhauser 7.

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