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Longhorns mit Niederlage in Rosenheim

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Longhorns 🕔08.Februar 2015
Longhorns mit Niederlage in Rosenheim

Im Sport gibt es das nicht ganz so schöne Phänomen des Treibsands. In Kürze sieht dies derart aus: Es läuft zunächst nur einiges schief, man entwickelt Kampfgeist und versucht aus dem Treibsand raus zu kommen, aber durch die Aktivität wird es immer nur schlimmer und schlimmer. Ein gutes Beispiel hierfür ist momentan im Fußball Borussia Dortmund.

Runter gebrochen auf das Niveau der 1.Basketball Regionalliga widerfährt jenes Phänomen gerade den Basketballern der TSH. Nur das es bei den Longhorns nicht zwingend um das spielerische Moment geht, sondern um die Gesundheit ihrer Spieler. Ganz so als hätte sich die Mannschaft zu einem gemeinschaftlichen Organismus verwoben, der sobald er an einer Stelle heilt, an einer anderen umso härter erkrankt. So kann man in dieser Saison stets dieselbe Entwicklung beobachten. Ein Spieler kommt zurück, ist endlich wieder mehr oder weniger einsatzbereit, fallen mindestens ein mindestens gleichwertiger, wenn nicht gleich zwei weitere Spieler aus. So auch in dieser Woche. Mike Kaiser kehrte nach zweimonatiger Verletzungspause wieder zurück, zwar sicher noch nicht bei hundert Prozent, aber immerhin konnte er gleich wieder 13 Punkte erzielen, aber im Gegenzug fiel die bisherige Lebensversicherung der Aurachstädter Ryan DeMichael mit einer Grippe aus. Dies hieß für die TSH, dass ihr letzter verbliebener Centerspieler auch noch ausfällt. Nach Monty Rogers und Adrian Dlugosch jetzt also auch noch Ryan DeMichael. In Zahlen bedeutet der Ausfall dieser drei Akteure 45 Punkte rund 30 Rebounds und fast die gesamte Herzogenauracher Präsenz unter den Körben. So kann eine Basketballmannschaft auf diesem Niveau kein Spiel gewinnen und dies zeigte auch das Spiel am vergangenem Wochenende gegen Rosenheim. Die TSH reisten zum Tabellenzwölften und verloren dort satt mit 84:50. Das bedeutet für die Herzogenauracher, dass sie nun wirklich aufpassen müssen, nicht in akute Abstiegsgefahr zu geraten, da sie mit einer Bilanz von 6:12 – Siegen auf dem elften und damit viertletzten Rang liegen, punktgleich mit den Rosenheimer, welcher das gleiche Punktekonto vorweisen und auf dem zwölften Platz rangieren.

„Glücklicherweise kommen jetzt die Faschingsferien und wir haben zwei Wochen Zeit wieder in Form zu kommen und als Team wiederzufinden. Mike Kaiser ist zurück und Ryan DeMichael wird irgendwann nächste Woche auch wieder ins Training einsteigen können. Wir hacken jetzt die vergangene Saison ab, starten für die letzten acht Spiele nochmal von Neuem und werden alles dafür tun, die Liga zu halten. Jan Koranda muss weiter in unser Spiel integriert werden und vielleicht kann auch Adrian Dlugosch wieder demnächst ins Spielgeschehen eingreifen. Markus Person könnte auch bis zum Heimspiel gegen Nördlingen wieder zurückkommen und somit sind die Zukunftsaussichten wieder deutlich besser. Darauf müssen wir uns jetzt fokussieren und den Rest einfach als vergangen abhacken.“ So Longhornstrainer Angelos Plantzas nach dem Spiel.

Das Spiel ist relativ schnell erzählt. Die Gastgeber aus Rosenheim übernahmen von Beginn an das Kommando, dominierten durch den 2,08 Meter großen Marco Lachmann die Zone und dieser tobte sich dort nach Belieben aus. Acht Punkte allein in diesem Viertel sprechen eine deutliche Sprache, 19 Punkte insgesamt auch. Unterstützung fand er in dem alles überragenden Jguwon Hogges, der die Fabelstatistik von 23 Punkten, 9 Rebounds und 6 Assists auflegte, Zahlen, die nur ganz selten auf diesem Niveau von einem einzelnen Spieler erreicht werden. Die TSH wehrte sich nach bestem Bemühen, Mike Kaiser und Jan Koranda trafen solide aus der Mitteldistanz, konnten aber an der 23:14 – Führung der Gastgeber nach dem ersten Viertel auch nichts ändern.

Im zweiten Viertel verlief das Spiel dann ähnlich. Aufgrund des nicht vorhandenen Centerspiels der TSH mussten sich zu sehr auf die Würfe von außerhalb der Zone verlassen und diese fielen einfach nicht. Da aber dementsprechend auch kein Herzogenauracher Spieler für den Rebound zur Verfügung stand, taten sich die Rosenheimer leicht, die Abpraller allesamt einzusammeln und daraus ihre Schnellangriffe zu starten. Nur Toni Donhauser und Benno Schüpfling konnten in dieser Phase ab und an punkten, Konsequenz daraus war, dass das zweite Viertel mit 22:11 für die Oberbayern endete und das Spiel eigentlich schon zur Halbzeit beim Stand von 45:25 gelaufen war.

Im dritten Viertel fiel dann endgültig die Entscheidung, denn die TSH, welche mit acht Spielern angereist war, von denen aber drei Spieler mit einer Grippe zu kämpfen hatten, konnten das Tempo das Rosenheimer nicht mehr mitgehen. Lediglich fünf Pünktchen gelangen den Longhorns in diesem Abschnitt, natürlich deutlich zu wenig um noch irgendetwas am Spielausgang ändern zu können. Das vierte Viertel verstrich dann ohne weitere Highlights, beide Mannschaften hatte sich mehr oder weniger auf einen Waffenstillstand geeinigt und so endete das Spiel schließlich verdient deutlich mit 84:50 für den Tabellenzwölften.

Punkteverteilung: Hüttel, Patton 2, Kaiser 13, Simon, F., Koranda 15, Ort 1, Buniatian, Donhauser 11, Schüpferling 8.

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