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Longhorns mit spektakulären Auswärtssieg – Vorbericht Spiel vs. Bayern München

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Allgemein, Longhorns, Mannschaften 🕔15.April 2016
Longhorns mit spektakulären Auswärtssieg – Vorbericht Spiel vs. Bayern München

Mit einem grandiosen 85:62 – Sieg kamen die 1.Regionalliga Basketballer der TSH am vergangenem Donnerstag aus Oberhaching zurück und haben sich damit optimale Voraussetzungen für das letzte Saisonheimspiel am heutigen Samstag um 19.30 Uhr gegen die Mannen des FC Bayern München in der Sporthalle des Gymnasiums geschaffen. Dadurch haben sich Longhorns weiter im gesicherten Mittelfeld der Tabelle etabliert und liegen nun auf dem neunten Tabellenrang bei einer Bilanz von 10:14 – Siegen. Die Oberhachinger verharren auf dem siebten Tabellenrang, weisen 11:13 – Siege auf und können ebenso wie die TSH entspannt für die neue Saison.
Vor dem Spiel waren die Longhorns der klare Underdog, doch von dieser Rollenverteilung ließen sie sich zu keiner Sekunde einschüchtern und legten gleich los wie die Feuerwehr. Allrounder Braslav Turic dominierte mit seiner Schnelligkeit und Größe unter dem Korb und sorgte dort für die nötigen Punkte. Von außen fand er durch Rückehrer Haris Hujic, der 24 Punkten gleich wieder zum Topscorer der Seinigen avancierte, Unterstützung und ging die TSH schnell mit 9:4 in Führung. Doch angeführt vom starken Malo Valerien (16 Punkte) kamen die Oberhachinger endlich auch ins Spiel und verkürzten bis zur Viertelpause auf 15:14.
Im zweiten Viertel zeigten die TSHler dann wohl ihr bestes Viertel der Saison und Trainer Mario Dugandzic konnte für einen Moment mit Stolz auf die Entwicklung seiner Truppe in dieser Saison sehen. Denn was die jungen Recken aus der Aurachstadt auf das Parkett legten, versetzte selbst die gegnerischen Fans ins Entzücken. Es wurde Teambasketball vom Feinsten zelebriert, Monty Rogers wurde unter dem Korb immer wieder mit spektakulären Pässen gekonnt eingesetzt, die er dann via Dunking verwandelte und auch er wirkte wieder zehn Jahre jünger. Aus der Distanz ging ebenfalls kaum ein Wurf daneben. Egal, ob Nelson Weidemann, Mike Kaiser oder eben der überragende Haris Hujic, die TSH schien den Ball nur in Richtung Korb werfen zu müssen und schon war er drinnen. Resultat waren 35 Punkte allein in diesem Viertel, gleichzeitig ließen nur der deren 16 zu und die Aurachstädter hatten das Spiel somit fast schon entschieden. Als dann aus Oberhachinger Sicht endlich die Halbzeitsirene läutete, standen sie wie verdutzt im Hallenrund und mussten feststellen, dass mit 50:30 im Hintertreffen lagen.
Im dritten Viertel nahmen die Aurachstädter dann den Fuß etwas vom Gas, da sie natürlich im vollen Bewusstsein waren, dass sie am heutigen Samstag den Tabellenersten Bayern München zu empfangen haben. Dabei wird es für die Bayern zwar nur um die goldene Banane gehen, da sie mit einer Bilanz von 21:3 – Siegen als Aufsteiger schon feststehen, trotzdem ist mit einem hervorragenden Gegner zu rechnen. So spielten die Herzogenauracher fortan ganz im Stile einer Spitzenmannschaft kraftsparend aber trotzdem dominant. Sie fanden meist das richtige Match-up und nutzten dieses gekonnt aus. Insbesondere das Duo Hujic/Turic stellte den Fixpunkt im Herzogenauracher Spiel dar, von dem aus stets die entscheidenden Impulse vor einem Abschluss ausgingen. So führten die beiden die Aurachstädter zu einer 73:46 – Führung vor dem Schlussabschnitt.
Hier durfte dann komplett die zweite Garde ran, damit die erste Fünf ihre Kräfte für den heutigen Kracher sparen konnten. Und dabei zeigten Matthew Meredith, Willy Inkulu, Noah Kamdem und Pal Ghotra, dass mit ihnen absolut zu rechnen ist und sie brachten schließlich das Spiel lässig nachhause. Das 85:62 hätte gar noch deutlicher ausfallen können, aber auch in dieser Höhe war Longhornscoach Mario Dugandzic mit dem Auftreten seiner Mannschaft überaus zufrieden. „Wir haben heute von der ersten Sekunde aboslut konzentriert agiert und das trotz Stau und einer fast dreistündigen Anreise. Insbesondere hat mir Gefallen, dass unser Spiel extrem uneigennützig war und wir stets für den besten Wurf gespielt haben. Dies wird auch gegen die Bayern nötig sein, die in dieser Saison eindeutig die beste Mannschaft der Liga stellen. Aber mit solch einem Auftritt wie heute müssen wir uns keineswegs verstecken und natürlich wollen wir uns bestmöglich mit einem Sieg von unseren Fans in die Sommerpause verabschieden.“
Dass das alles andere als einfach wird, zeigt einem schon ein kurzer Blick in den Kader der Münchener. Da fallen sofort die Juniorennationalspieler Daniel Mayr und Richard Freudenberg auf, die auch schon Minuten in der 1.Bundesliga bei der ersten Mannschaft der Bayern sammeln konnten und scheinbar unbegrenztes Potential aufweisen. Mayr ist allein mit seiner Größe von 2,15 Meter schon beeindruckend anzusehen, betrachtet man dann noch seine basketballerischen Fähigkeiten, wird es umso drastischer. Freudenberg ist eines der größten Talente im deutschen Basketball und mit seinem Allroundspiel ist stets eine basketballerische Augenweide. Was darüber hinaus für die Qualität der Bayern spricht, ist,  dass dieses Duo noch nicht mal den Topscorer stellt. Das ist nämlich Karim Jallow, der 16,7 Punkte pro Partie erzielt und das Spiel der Münchner umsichtig leitet. Auffallend ist hierbei, dass kein Münchner unter den Top 10 Scorern der Liga steht. Dies ist aber keinesfalls mit mangelnder individuellen Qualität zu erklären, sondern schlichtweg damit, dass die Bayern extrem tief besetzt sind und sich so das Scoring auf etliche Schultern verteilt. Aber auch die übermächtig erscheinenden Bayern haben schon dreimal in dieser Saison verloren und warum sollte da nicht eine kleine Stadt aus Mittelfranken, die eine der besten Rückrunden der Liga hingelegt hat, ihnen nicht noch mal das Bein stellen und damit eine nach dem Umbruch überraschend starke Saison krönen?

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