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Longhorns mit unglücklicher Niederlage

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Allgemein, Longhorns, Mannschaften 🕔06.November 2016
Longhorns mit unglücklicher Niederlage

Die 1.Regionalliga Basketballer mussten am vergangenen Samstag eine bittere und etwas unnötige Niederlage gegen Science City Jena hinnehmen. Die 79:68 – Niederlage gibt letztendlich nicht den Spielverlauf wieder, da die Herzogenauracher über große Teile der Partie in Führung lagen und bis eine Minute vor Spielende nie mit mehr als sechs Punkte im Rückstand lagen. Dennoch bleibt eine Niederlage eine Niederlage und stehen die Longhorns nun weiterhin auf dem elften Tabellenplatz und haben eine Bilanz von 2:5 – Siegen vorzuweisen, während die Jenenser sich auf dem sechsten Tabellenrang vorgearbeitet haben und mit 4:3 – Siegen erstmals eine positive Bilanz ihr Eigen nennen können.

Zu Beginn des Spiels lief es noch hervorragend für die TSH. Wie aus einem Guss rollte Offensivwelle um Offensivwelle über die total überforderte Verteidigung der Thüringer und die starken Mike Kaiser und Matthew Meredith generierten die Punkte. 9:2 nach drei Minuten sprechen eine deutliche Sprache und die Gäste waren zu einer Auszeit gezwungen. Diese half ihnen, fortan das Spiel ausgeglichener zu gestalten und insbesondere der alles überragende Vincent Garrett, welcher mit 26 Punkten und 12 Rebounds der überragende Akteur der Partie war, hielt die die Seinigen in der Partie. Nils Haßfurther, der zweite Aufbauspieler der TSH, traf einen Dreier, bekam im Anschluss aber einen unglücklichen Schlag auf die Hand und konnte nicht mehr weiterspielen, was sich am Ende der Partie als einer der „game changing moments“ herausstellen sollte. Doch dazu später, denn erst mal gingen die Aurachstädter mit eine 23:13 – Führung in das zweite Viertel.
Hier stellten die Jenenser jetzt auf eine Ganzfeldpresse um, welche den Longhorns schwer zu schaffen machte. Mit ihrer schnellen und physischen Herangehensweise erkämpften sie sich einige Ballgewinne, welche sie sogleich in Zählbares ummünzten. So konnten sie innerhalb drei Minuten auf 27:21 verkürzten und waren wieder in der Partie. In dieser Phase der Partie zeigte der Aufbauspieler der Gäste Konrad Glück, dass man auch mit geringerer Körpergröße erfolgreichen Basketball spielen kann und markierte etliche Zähler. Aber mit der Zeit fanden die Longhorns Wege, gegen die Presse ihrer Kontrahenten zum Erfolg zu kommen und konnten schließlich ihre Führung bis zur Pause verteidigen und lagen mit 37:33 in Front.

Im dritten Viertel sollte sich zunächst das Momentum wieder in Richtung Herzogenaurach drehen, denn Matthew Meredith hatte nun seine beste Phase in der Partie. Sieben Punkte in Folge und einige schöne Aktionen in der Defensive führten dazu, dass die TSH ihren Vorsprung auf 43:36 ausbauen konnte. Erneut stellen die Thüringer jetzt auf ihre Pressverteidigung um und erneut taten sich die Aurachstädter schwer. Etliche Ballverluste waren die Konsequenz, wobei sich der fachmännische Zuschauer auch fragen durfte, ob solch eine robuste Gangart tatsächlich noch regelkonform ist. Nichts desto trotz verloren die Herzogenauracher ihren Rhythmus und die Mannen aus dem Osten Deutschlands gingen zur Viertelpause erstmals in Führung. 60:58 leuchtete es von der Anzeige und es sollte ein hoch intensives letztes Viertel bevorstehen.

Hier spielten beide Mannschaften mit maximaler Intensität, keine Mannschaft gab auch nur einen Zentimeter preis, aber die Gäste hatten meist das glücklichere Ende auf ihrer Seite. Dies lag an zweierlei Gründen. Einmal hatten sie mit Vincent Garrett den alles überragenden Spieler auf ihrer Seite, der insgesamt 81,8 Prozent seiner Würfe traf (sehr gut sind eigentlich 50 Prozent) und im letzten Viertel allein neun Punkte erzielte. Der zweite Grund war, dass mit Vedran Nakic der nach der Verletzung von Nils Haßfurther einzige verbliebene Aufbauspieler ein mehr als dubioses Foul zugesprochen bekam, was zudem sein fünftes war und so die TSH ohne gelernten Aufbauspieler dastand. Die Gäste nutzten dies geschickt aus, indem sie ihre Presse noch mehr forcierten und damit den Spielaufbau der Longhorns stark störten und ihnen so jeglichen Rhythmus nahmen. Zwar blieben die Longhorns bis eine Minute vor Schluss stets in Schlagweite, aber Fortuna war ihnen nicht hold und so verloren sie schlussendlich etwas zu deutlich mit 79:68.

„Wir haben heute zwei Punkte liegen gelassen, die wir gut hätten brauchen können. Die Verletzung von Nils Haßfurther hat uns heute sehr weh getan. Dies hat unsere Rotation verkürzt, sodass wir erstens im letzten Viertel etwas müde waren und zudem Vedran Nakic nicht ersetzen konnten. Dies hat zu größeren Problemen im Spielaufbau geführt, welche letztendlich spielentscheidend waren. An sich haben wir gut gespielt, aber solche Spiele kann man insbesondere als junge Mannschaft auch mal verlieren. Jetzt heißt es, die Fehler zu analysieren und nächste Woche verbessert zurückkehren.“ So Longhornstrainer Benedikt Aumeier zum Spiel.

Punkteverteilung: Haßfurther 3, Koulibaly, Hüttel, Feuerpfeil, Gothra 4, Nakic 10, Kaiser 19, Handt 6, Meredith 16, Gahlert 5, Ngom, Übbing 5.

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