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Longhorns unterliegen Vilsbiburg nach hartem Kampf

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Longhorns 🕔28.September 2014
Longhorns unterliegen Vilsbiburg nach hartem Kampf

Am vergangenen Samstag um Punkt 19.30 Uhr starteten die 1.Regionalliga Basketballer der TSH in die Saison 2014/15 bei den Mannen der Vilsbiburg Baskets. Wer sich nun fragt, wo liegt denn Vilsbiburg und kann man da überhaupt Basketball spielen, bekommt in den folgenden Zeilen eine klare Antwort.

Zum einen liegt Vilsbiburg in Niederbayern in der Nähe von Landshut und auf die Frage, ob man da Basketball spielen, gibt es nur ein klares: Ja. Denn mit 76:70 konnten sich die Gastgeber gegen die Longhorns verdient durchsetzen und belegen nun mit 1:0 – Siegen den vierten Tabellenplatz, während die TSHler jetzt natürlich 0:1 – Siege auf der Habenseite aufweisen und den elften Rang einnehmen. Zwischenzeitlich deutete sich gar ein Fiasko für die Aurachstädter an, als sie im dritten Viertel mit mehr als 20 Punkten im Rückstand lagen, aber ihr Kämpferherz lies diese Schmach nicht zu und eine Minute vor Schluss hätten sie fast gar das Spiel noch gedreht.

Im ersten Viertel zeigte sich das Spiel auf einem hohem ausgeglichenen Niveau, in welchem kein Team einen Vorteil herausspielen konnte. Für die Longhorns übernahm Christian Imberi (15 Punkte) die Verantwortung und hielt die Seinigen durch zwei Dreipunktwürfen im Spiel. Bei den Gastgebern war der alles überragende Brandon Adams mit allein zehn Punkten im ersten Viertel, der Dreh- und Angelpunkt im Spiel. Der knapp 2,00 Meter große und 120 Kilo schwere US-Amerikaner überpowerte die Longhornsherde nach Belieben und angelte sich neben all den Punkten zudem Rebound um Rebound. Nach sieben Minuten stand es 15:15. Doch nun erwischten die Vilsbiburger eine gute Phase und nach zwei Dreiern und einen Korbleger von Nikolaus Märkl führten die Gastgeber zur Viertelpause mit 23:17.

Im zweiten Viertel sollte den Aurachstädter nun bitteres widerfahren. Vorne ging nichts mehr zusammen, ein Wurf nach dem anderen ging fehl und die Vilsbiburger spielten sich in einen Rausch. Egal ob unter dem Korb, aus der Mitteldistanz oder vom Dreipunktland die Vilsbiburger tragen alles. Und sollte doch mal ein Wurf daneben gehen, war Adams da und angelte sich den Offensivrebound und ermöglichte so den Seinigen immer wieder zweite und dritte Wurfversuche. Dementsprechend setzten sich die Niederbayern konstant von den Herzogenaurachern ab und zur Halbzeit stand es 48:30 für die TSH.

Im dritten Viertel ging es zunächst genauso weiter wie im dritten Viertel. Die Vilsbiburger setzten sich weiter ab, Lubos Novy und John Boyer sorgte für die Hausherren für die Punkte und die TSH lag nach drei Minuten mit 59:32 im Hintertreffen. Doch plötzlich kippte das Blatt auf Seiten der Aurachstädter. So demütigen wollten sich die Langhörner dann doch nicht und spielten plötzlich mit ungekannter Intensität. Sie warfen sich mit allem, was sie hatten in die Zweikämpfe um den Rebound, vorne startete Mike Kaiser seine persönliche Aufholjagd, erzielte acht Punkte in Folge und so verkürzten die Longhorns bis vor dem Schlussabschnitt auf 64:44.

Ganz so als erhielten die Herzogenauracher einen Energieschub, explodierten sie förmlich. All die Demütigung der ersten drei Viertel schien nun aus ihnen heraus zu platzen und sie spielten wie verwandelt. Hinten ließen sie nichts mehr zu und vorne trafen sie traumwandlerisch sicher. Benno Schüpferling netzte zwei Dreier und Neuzugang Ryan DeMichael setzte sich unter dem Korb durch. Hinten hielten Benedikt Aumeier, Adrian Dlugosch und Julian Patton den Laden zusammen und die TSH verkürzte sukzessive. Im weiteren Verlauf setzte Markus Person wichtige Impulse und die TSH war eine Minute vor Schluss auf 70:72 dran. Peter Simon hatte die Chance mit einem Dreier die Longhorns in Führung zu bringen, scheiterte jedoch knapp und die Vilsbiburger punkteten im Gegenangriff durch Michael Mayr. In den folgenden beiden TSH Angriffen kamen nur noch sehr schwierige Würfe zustande, welche allesamt vergeben wurden und schlussendlich gewannen die Vilsbiburger verdient mit 76:70, da die Aurachstädter schlichtweg zu spät zu ihrem Spiel gefunden hatten.

„Vilsbiburg gehört mit Sicherheit zu den Topteams der Liga, aber trotzdem dürfen wir uns das Spiel im zweiten und dritten Viertel nicht so leicht aus den Händen nehmen lassen. Klar haben sie zwei überragende Profispieler, aber wie man im vierten Viertel gesehen hat, können wir durchaus mit ihnen mithalten. Uns hat einfach zu Beginn die Intensität gefehlt und wir haben den Kampf nicht angenommen. In den kommenden Wochen müssen wir zum einen an unserer Einstellung arbeiten, wobei hier das vierte Viertel und die Charaktere unserer Mannschaft große Hoffnung machen, zum anderen müssen wir nun an den Details arbeiten, was sicher noch seine Zeit dauern wird, aber ich bin guter Dinge, dass wir auch das bewältigen werden.“ So der neue Longhornstrainer Aidin Kabir.

Punktverteilung: Kaiser 17, Imberi 15, Patton, Aumeier 5, P. Simon 4, DeMichael 12, Buniatian, Hüttel, Schüpferling 8, Dlugosch 5, Person 4.

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