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Longhorns verjagen letzte Zweifel

Kein Kommentar 📁 Longhorns 🕔14.März 2016
Longhorns verjagen letzte Zweifel

TSH-Basketballer verdammen München Basket mit klarem 81:47-Sieg zum Abstieg –13.03.2016

Mit einem beeindruckenden 81:47-Erfolg sind die 1. Regionalliga-Basketballer der TSH aus München zurückgekehrt. Die dort ansässigen München Baskets müssen sich nach der Niederlage endgültig mit dem Abstieg abfinden, die Longhorns können für die nächste Saison in der höchsten Amateurliga planen.

Die Landeshauptstädter haben vier Spieltage vor Rundenende bei einer Bilanz von 6:38 Punkten keine Möglichkeit mehr, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Die Longhorns können hingegen aufatmen, da sie nach dem Sieg nun 16:26 Zähler auf dem Konto aufweisen und damit den zehnten Tabellenrang belegen. Da voraussichtlich nur eine Mannschaft absteigen wird, ist nun der Klassenerhalt gesichert und die Herzogenauracher können gemeinsam mit dem Kooperationspartner, dem Nürnberger Zweitligisten rent4office Nürnberg, schon für nächste Saison planen.

Trainer Mario Dugandzic äußerste sich zufrieden: „Nachdem wir uns in der Hinrunde noch oft selbst im Weg standen und Schwierigkeiten hatten, uns dem Tempo und der Körperlichkeit in der Regionalliga anzupassen, haben unsere jungen Spieler in der Rückrunde einen großen Sprung nach vorne gemacht und so verdient den Klassenerhalt gesichert. Als neues Saisonziel wird nun ein einstelliger Tabellenplatz angepeilt, schaffen wir dies, dann haben wir weit über Soll die Saison abgeschlossen. Wir können jetzt schon stolz auf diese Saison sein, da wir mit Abstand das jüngste Team der Liga stellen und dafür recht ordentlich dastehen.“

Allerdings gehe es für dieses Team erst jetzt so richtig los, da es ja insbesondere um die Entwicklung der jungen Spieler gehe und diese noch lange nicht beendet sei.

Das Spiel in München ist relativ schnell erzählt, denn die TSH war gegen deutlich gezeichnete Münchner, die sich offensichtlich schon mit ihrem Abstieg abgefunden hatten, durchweg dominierend – auch wenn der angeschlagene Nelson Weidemann ein weiteres Mal geschont werden musste.

Schon zu Beginn der Partie konnten sich die Aurachstädter einen Vorsprung herausspielen, indem sie immer wieder Monty Rogers unter dem Korb suchten und dieser mit all seiner Routine seine überforderten Gegenspieler ausspielte. Insgesamt erzielte Rogers acht seiner 19 Punkte im ersten Viertel und war damit zugleich Topscorer der TSH. Haris Hujic traf dazu noch aus der Ferndistanz und so konnte sich die Gästemannschaft aus Herzogenaurach schon zur Viertelpause auf 24:13 absetzen.

München ohne Korbgefahr

Im zweiten Viertel zogen die Longhorns dann noch mal die Zügel in der Verteidigung an und die Münchner fanden keinen Weg, um konstant zu Punkten zu kommen. Lediglich der Münchner Topscorer Sebastian Ebertz, der 18 Punkte auflegte, konnte von Zeit zu Zeit noch Punkte einstreuen, aber auch er konnte nichts daran ändern, dass die Seinigen nur acht Punkte in diesem Viertel erzielten.

Dies lag insbesondere daran, dass das starke Centerduo mit Willy Inkulu und Braslav Turic die Zone dicht machte und alles abräumte, was in Richtung Korb der TSH kam. Vorne übernahm Kapitän Mike Kaiser die Punktproduktion und die Longhorns gingen mit einer 42:21-Führung bereits relativ entspannt in die Halbzeit.

Eigentlich war jetzt schon das Spiel gelaufen, denn die Münchner wirkten nicht so, als dass sie noch mal versuchen würden, ihr Schicksal zu wenden. Und die Aurachstädter ließen nach der Pause auch keinen Zweifel aufkommen, dass sie an diesem Tag den Sieg mit nachhause nehmen wollten. Willy Inkulu hämmerte vorne einen mächtigen Dunking durch die Reuse und setzte damit ein klares Ausrufezeichen. Er war in der offiziellen Statistik sogar der „effektivste Spieler“, obwohl er nur gut 17 Minuten auf dem Feld stand: Er verwandelte alle seine sechs Würfe und pflückte sich zudem neun Rebounds – die meisten beider Mannschaften.

Hinten eroberten Marcel Koulibaly und Markus Person die Bälle, welche Matthew Meredith und Braslav Turic vorne in Punkte umsetzen. So zogen die Herzogenauracher vor dem Schlussabschnitt auf 61:34 davon.

Das letzte Viertel war dann nur noch ein reiner Verwaltungsakt, da die TSH nun alle Spieler einsetzte und so etwas der Spielfluss ins Stocken kam. Die Münchner konnten und wollten aber auch nichts mehr am Spielausgang ändern. Zu erwähnen wäre lediglich noch ein Dunking des wiedererstarkten Monty Rogers, der so wirkt, als wäre er in einen Jungbrunnen gefallen, und zeigte, dass in den Knochen des alten Mannes noch jede Menge Energie steckt.

Schließlich war ein Sieg in dieser Höhe war mehr als verdient, da die Herzogenauracher gegen völlig überforderte Münchner wirklich eine starke Leistung aufs Parkett gelegt hatten.

Longhorns: Teka, Koulibaly 5, Ghotra, Person 2, Turic 10, Kaiser 12, Hujic 16, Rogers 19, Meredith 5, Inkulu 12, Kamdem.

psi

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