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Longhorns verlieren Heimpremiere

Kein Kommentar 📁 Alle Longhorns Teams, Longhorns 🕔05.Oktober 2014
Longhorns verlieren Heimpremiere

Am vergangenen Samstag spielten die 1.Regionalliga Basketballer der TSH ihr erstes Heimspiel der Saison 2014/15 gegen den Absteiger aus der ProB Leitershofen/Stadtbergen. Vor gut 300 Zuschauern fanden die Longhorns nie richtig ihren Rhythmus und verloren dementsprechend deutlich mit 96:74.

Somit belegen die Aurachstädter den elften Tabellenrang und haben 0:2 – Siege auf dem Konto, während die Leitershofener weiter ungeschlagen bleiben, 2:0 – Siege in der Bilanz stehen haben und den vierten Tabellenplatz einnehmen. Nach dieser beeindruckenden Leistung der Schwaben kann man sich gut vorstellen, dass sie ihr Ziel, den direkten Wiederaufstieg, durchaus erreichen können.

„Man sieht einfach, dass es einen klaren Unterschied macht, wenn man vier Profis in der Mannschaft hat, die einfach nichts anderes machen, als Basketball zu spielen oder man eben keinen einzigen Profi hat. Es bringt uns natürlich nichts, wenn wir uns darüber beklagen, schließlich spielen wir eben mit solchen Teams in einer Liga, doch muss man gerade in solchen Spielen auch realistisch sein und sehen, dass schon alles perfekt laufen muss, damit wir gegen solche Teams eine Chance haben. Das war leider nicht so und die Leitershofener waren perfekt eingespielt und haben zudem überdurchschnittlich gut getroffen. Für uns heißt es jetzt, arbeiten, arbeiten, arbeiten und schauen, dass wir uns als Mannschaft weiter verbessern.“ So das Trainerduo Aidin Kabir und Peter Simon nach dem Spiel.

Zu Beginn sah alles noch recht gut aus. Das Spiel ging heiter Hin und Her und der wiedergenesene Monty Rogers (18 Punkte) sorgte unter dem Korb der Leitershofener für ordentlich Betrieb. Doch die Gäste hielten dagegen, insbesondere der alles überragende Jason Adams(30) hielt die Seinigen im Spiel. A propos Adams, solch einen Spieler hat man erst selten in dieser Liga gesehen und man wird ihn mit Sicherheit im nächsten Jahr auch in einer höheren Liga bewundern können, denn solch eine Mischung aus übermenschlicher Athletik und Technik ist eindeutig für höhere Aufgaben bestimmt. Egal ob aus der Dreipunktdistanz, aus der Mitteldistanz oder unter dem Korb Adams punktete aus jeder Situation. Hier half ihn bisweilen, dass er bei seinem Sprungwurf lässige 50 Zentimeter in der Luft steht und dort warten abwarten konnte, bis alle seine Gegenspieler schon wieder gelandet waren, um dann leichter Hand und mit freier Sicht abschließen zu können. Dies tat er sehr häufig und erfolgreich und die Gäste führten nach den ersten zehn Minuten mit 22:17.

Das zweite Viertel lief aus Herzogenauracher Sicht deutlich besser. Der beste Herzogenauracher Mike Kaiser(28) drehte auf und markierte acht Punkte in Folge. Die TSH erreichte den 26:26 Gleichstand, doch nun übernahmen wieder die Schwaben das Kommando. Adams schwebte auf ungeahnten Höhen durch die Herzogenauracher Zone und netzte dort ein und sein kongenialer Partner im Spielaufbau Andre Lockkart unterstütze ihn mit schnellen Zügen zum Korb. Bis zur Halbzeit konnten sich so die Leitershofener auf 39:42 absetzen.

Das dritte Viertel sollten den Longhorns das Genick brechen. In der Offensive ging nichts mehr zusammen und die Gäste trafen aus allen Lagen. Insbesondere Adams netzte drei Dreipunktwürfe in Folge, bei denen er zwar eng verteidigt wurde, er aber schlichtweg seine Gegenspieler übersprang und so erfolgreich vollenden konnte. Verwarf er doch einmal räumten die starken Dominik Veney und Nemin Hedzovic unter dem Korb die Rebounds ab und verwandelten die Abpraller dann unverzüglich selbst. 26:13 endete das dritte Viertel und das Spiel war mehr oder weniger gelaufen. 52: 68 leuchtete es vor dem Schlussabschnitt von der Anzeigetafel.

Im vierten Viertel kämpften zwar die Longhorns tapfer weiter, taten ihr Bestes, doch das war an diesem Tag gegen einen überlegenen Gegner, der zudem einen Sahnetag erwischt hatte, einfach nicht genug. Die Leitershofener setzen sich weiter ab, schnell führten sie mit mehr als 20 Punkten und die TSH versuchte noch Schadensbegrenzung zu betreiben. TS-Neuzugang Ryan DeMichael, der einen gutes Heimdebüt gab, donnerte noch mal einen heftigen Dunking durch den Reuse und verzückte das enttäuschte Publikum wenigstens noch mal für ein paar kurze Momente. Dennoch konnte auch diese Szene das Momentum der Partie nicht mehr drehen, die Gäste waren zu abgezockt und in Adams hatten sie einen Spieler, der einfach in jeder Situation, in welcher die Herzogenauracher hätten Hoffnung schöpfen können, einen Korb erzielte und so alle Versuche der Longhorns, das Spiel noch einmal zu drehen, im Keim erstickte.

„Nach der schwierigen Vorbereitung brauchen wir wohl einfach noch zwei oder drei Wochen, um auf unserem Topniveau zu agieren. Dennoch müssen wir jetzt Gas geben und versuchen, nächste Woche in München die ersten Punkte einzufahren.“ So Aidin Kabirs abschließende Worte.

Punktverteilung: Kaiser 28, Imberi 7, Patton, Donhauser 4, P. Simon, DeMichael 16, F. Simon, Hüttel, Schüpferling, Dlugosch, Person 3, Rogers 18.

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