Longhorns: Zum Abschied der Klassenerhalt

Longhorns: Zum Abschied der Klassenerhalt

Kein Kommentar 📁 Longhorns 🕔17.April 2018
Longhorns: Zum Abschied der Klassenerhalt

Herzogenaurach steigt sportlich nicht ab, doch Trainer Aumeier wird gehen –15.04.2018 22:23 Uhr

Auszeit: Trainer Benedikt Aumeier (links) wird die Longhorns berufsbedingt verlassen.

Auszeit: Trainer Benedikt Aumeier (links) wird die Longhorns berufsbedingt verlassen.© Thomas Hahn

 

Letztes Heimspiel der Saison. Letztes Heimspiel von Trainer Benedikt Aumeier. Vorerst letztes Heimspiel in der 1. Regionalliga? Sportlich haben die Longhorns den Klassernerhalt gesichert – die Frage für die Verantwortlichen ist, ob der Verein den finanziellen Aufwand weiter stemmen kann.

Das Hinspiel gegen Vilsbiburg hatte die TSH überraschend mit 88:74 gewonnen. Dabei spielte man deutlich effizienter als die Baskets aus Vilsbiburg, die unterirdisch von der Dreipunketlinie trafen (5/33). Im Rückspiel wiederholte sich das Schema, die Biburger setzten wieder auf den Dreier (6/28) – die Aurachstädter waren nicht nur in dieser Kategorie (11/21) das bessere Team.

Neun Punkte von Vedran Nakic (in weiß) und 93 Punkte der anderen Longhorns reichten zum Sieg über Vilsbiburg (in rot).

Neun Punkte von Vedran Nakic (in weiß) und 93 Punkte der anderen Longhorns reichten zum Sieg über Vilsbiburg (in rot).© Foto: Thomas Hahn

 

Die Longhorns zeigten von Beginn an großen Einsatzwillen. Zudem überzeugte das Passpiel und der Zug zum Korb. Vilsbiburg setzte auf Einzelaktionen. In einem von vielen Fouls und Freiwürfen geprägten ersten Viertel hatte die TSH das bessere Ende für sich – Tobias Übbing traf mit der Sirene zum 30:19.

Im zweiten Abschnitt konnten die Herzogenauracher daran anknüpfen – eine starke Defense und ein auf das gesamte Team verteiltes Scoring bedeuteten zur Halbzeit eine 54:40-Führung. Die Baskets ließen ihre individuelle Klasse nur selten aufblitzen. Auch die wiederholten Anfeuerungen der mitgereisten Fans („Wach werden!“) nutzten nichts.

Wacher kamen die Longhorns auch aus der Pause. Nach einem 10:3-Lauf der TSH platzte einem der sonst besten Biburger Spieler der Kragen. Mayr beschwerte sich nach einem nicht gegebenen Foul beim Referee – technisches Foul. Da er bereits zuvor eine Unsportlichkeit bei einem TSH-Schnellangriff gezeigt hatte, musste er punktlos duschen gehen.

Vorentscheidend war dies jedoch nicht. Die Baskets starteten hiernach selbst einen 14:0-Lauf, begünstigt durch mehrere Ballverluste der Longhorns. Auf einmal stand es nur noch 65:57. Und das, nachdem man bereits mit 22 Punkten vorne gelegen hatte. Nach technischen Fouls von Patrick Horstmann und Trainer Benedikt Aumeier sah es so aus, als ob die Nerven blank liegen und die Aurachstädter den Faden verlieren würden.

Doch es kam nicht so. „Ich denke, dass ist einfach etwas, das wir gelernt haben. Wir sind in Spielen ins Wanken geraten, dann hat es nicht geklappt. Da sind alle reifer geworden. Und dann hat man gesehen, dass jeder Verantwortung übernommen hat. Egal was passiert, wir bleiben bei unserem System“, beschrieb der Coach danach diese knifflige Phase des Spiels.

Und die Longhorns ließen sich tatsächlich nicht beeindrucken und bauten zum Ende des dritten Viertels den Vorsprung wieder auf zehn Punkte aus: 77:67. Sehr zur Freude der Longhorns-Anhänger, die das Team in der schwierigen Phase lautstark unterstützten. Im Schlussviertel konnten beide Teams zunächst schnell punkten. Kapitän Michael Kaiser übernahm Verantwortung mit einem Dreier und drei verwandelten Freiwürfen am Stück.

„Geiler Basketball“

Nach einem Dunk von Lubos Novy hofften die Baskets nochmal, doch die TSH konterte mit all ihrem Offensivpotential. Am Ende stand ein hochverdientes 102:90. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Coach Aumeier: „Wir wollten nochmal zeigen, dass wir geilen Basketball spielen können. Unsere Stärke liegt darin, jedem im Team den Ball zu geben, von überall gefährlich und nicht ausrechenbar zu sein.“

Am Ende wurden Team und Trainer mit großem Applaus vom Publikum verabschiedet. Aumeier wird berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen. Sein langjähriger Einsatz für den Verein wurde noch einmal ausdrücklich gewürdigt. Und die Longhorns? Die haben auch gegen den Tabellenvierten bewiesen, dass sie sportlich in dieser Liga zuhause sind.

 

TSH: Horstmann 21, Übbing 16, Krause 20, Nakic 9, Kaiser 22, Dinkel 12, Schlindwein 2, Klaußner, Glöser

DOMINIK GERLING

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