Mike Kaiser behält die Nerven

Mike Kaiser behält die Nerven

Kein Kommentar 📁 Longhorns 🕔22.Januar 2018
Mike Kaiser behält die Nerven

Mit seinem Treffer drei Sekunden vor Schluss beschert der Longhorns-Routinier seinem Team einen wertvollen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.
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Mit einem hauchdünnen und sensationellen Sieg machen die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach einen enorm wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Durch diesen Erfolg gegen Science City Jena verbesserten die Longhorns nicht nur ihre eine Bilanz auf 5:10 Siege und schoben sich auf Rang 10, sondern entschieden auch den direkten Vergleich mit den Thüringern, die Platz 13 einnehmen.
In einer aufopferungsvoll und hart umkämpften Partie, die eigentlich keinen Sieger verdient hatte, gewannen die Gäste, weil Mike Kaiser drei Sekunden vor Schluss die Nerven behielt und den Ball versenkte. Somit dürften Selbstvertrauen und Hoffnung bei den Aurachstädter wieder stimmen, was in den Spielen gegen direkte Konkurrenten helfen sollte.

Science City Jena II – TS Herzogenaurach 81:82

Schon zu Spielbeginn war den Herzogenaurachern absolute Entschlossenheit anzumerken. Sie rannten und rackerten ohne Ende. Dies hatte zur Folge, dass sie in der Defensive enormen Druck ausübten, was zu etlichen Ballgewinnen führte, welche flugs in Fast Breaks und eine 15:4-Führung (6.) umgewandelt wurden. Hier spielten sich insbesondere Mike Kaiser und Daniel Krause, welcher mit 23 Punkten und fünf von sieben verwandelten Dreiern der Topscorer der Herzogenauracher war, in den Fokus. Fortan kam Jena jedoch besser ins Spiel, was allen voran an Justin Smith lag, welcher mit 32 Punkten und zehn Rebounds der überragende Akteur war. Der Power Forward der Thüringer übernahm das Kommando, zog immer wieder zum Korb und sorgte mit einem krachenden Dunking für das 13:23.

Das zweite Viertel verlief recht ausgeglichen, wobei beide Teams auf höchstem Niveau verteidigten, was zu vielen Fehlwürfen führte, aber dennoch das Publikum bestens unterhielt. Vor allem die Herzogenauracher Centerspieler Ben Gahlert, Tobias Übbing und Patrick Horstmann übernahmen jetzt vermehrt Verantwortung und nutzten ihre Schnelligkeit, um gegen ihre größeren und schwereren Kontrahenten zu bestehen. Dies gelang ihnen eindrucksvoll, so dass die Longhorns ihre Führung bis zur Pause auf 42:28 ausbauten.

Führung über die Zeit retten

In der zweiten Halbzeit war den Gästen der Kräfteverschleiß nach und nach anzumerken. Denn während sie hauptsächlich mit einer Achterrotation agierten, hatte Jena zehn Spieler zur Verfügung. Dementsprechend schalteten die Thüringer einen Gang hoch, während die Longhorns versuchten, die Führung über die Zeit zu retten. Doch Justin Smith war nicht mehr zu halten und verkürzte Punkt um Punkt, so dass die Gästeführung vor dem Schlussabschnitt nur noch fünf Zähler betrug (61:56).

Um nicht mit leeren Händen dazustehen, musste TSH in den letzten zehn Minuten noch einmal alles an Kraftreserven zusammenkratzen und schaffte es, die Partie wieder offener zu gestalten. Dies lag auch daran, dass die Dreier von Daniel Krause, Stefan Dinkel und Vedran Nakic hochprozentig fielen. Weil bei den Gastgebern nun aber Jan Heber herausstach, welcher 20 Punkte erzielte, stand das Spiel auf Messers Schneide. Acht Sekunden vor Schluss führten die Jenenser mit 81:80, die Longhorns hatten also noch Zeit für einen Angriff.

TSH-Coach Benedikt Aumeier nahm eine Auszeit, zeichnete den für diese Situation zurechtgelegten Spielzug auf das Taktik-Brett, den die Seinigen perfekt verinnerlichten. Ergebnis: Mike Kaiser kam drei Sekunden vor Ende zu einem freien Mitteldistanz, den er versenkte und seinem Team den extrem wertvollen Erfolg bescherte.

„Wir haben einen Big Point geholt und können stolz auf uns sein. Aber er ist nur ein Schritt in die richtige Richtung. Die Saison ist noch lange und wir müssen von den elf ausstehenden Spielen wohl mindestens noch vier gewinnen, um die Klasse zu halten“, sagte Aumeier hinterher. Dementsprechend müsse das Team weiter hart arbeiten und in jedem Spiel alles geben. „Unsere Entwicklung ist aber absolut positiv, und so gehen wir sehr optimistisch in die kommenden Partien.“

TSH: Kaiser (12), Krause (23), Horstmann (7), Gahlert (14), Kwilu, Eismann (5), Übbing (8), Dinkel (6), Nakic (7)

Quelle: www.infranken.de

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