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Per Dreierfestival zum Kantersieg

Kein Kommentar 📁 Alle Shorthorns Teams, Shorthorns 🕔23.November 2014
Per Dreierfestival zum Kantersieg

Die Herzogenauracher Regionalliga-Damen erwischen einen Sahnetag und fertigen die überforderten Gäste aus der Thüringer Universitätsstadt Jena mit 78:43 ab. Dabei spielten die Gasgeberinnen wie aus einem Guss, was letztlich einen hohe Trefferquote aus der Distanz ermöglichte und schnell für eine Vorentscheidung sorgte. Nach der letzten schwachen Auswärtspartie gab es also eine heftige Reaktion und die Shorthorns hoffen nun den Startpunkt für einen positiven Laufs gesetzt zu haben.

HERZOGENAURACH – Viertbeste gegen fünftbeste Offensive oder beste gegen schlechteste Verteidigung war den Statistiken vor dem Spiel zu entnehmen. Trotz dieser statistischen Vorteile hatte man das Team vom Universitätssportverein, das mit Priscilla Dodoo immerhin eine amerikanische Spielerin in seine Reihen hat, nicht unterschätzt. Der Fokus sollte auf die eigenen Stärken gelegt werden, was auch gelang.

Gleich zu Beginn zeigten die Shorthorns ein in Herzogenaurach bekanntes Gesicht: Konzentriert, engagiert, dynamisch und aggressiv wurde der Start der Partie angegangen. Ein schnelle 9:0-Führung (3. Minute) wurde über 18:4 (6.) ausgebaut. Wutentbrannt versuchte Gästetrainer Fritsche seine Damen mit zwei schnellen Auszeiten in Minute zwei und sechs wachzurütteln, dennoch wusste sein Team sich nicht zu helfen und lediglich zwei Mannschaftsfouls in der gesamten ersten Hälfte sprechen nicht für eine kämpferische Gegenwehr. Das Trainergespann Braun und Hofmann auf Gastgeberseite hingegen konnte ruhig an Finessen feilen, da die Shorthorns ihre Vorgaben gut umsetzten. „Wir haben die richtige Reaktion auf das Elsenfeld-Ergebnis gezeigt und sind mit Energie, Konzentration und Spaß ins Spiel gegangen. Dieses Mal konnten wir dann auch die Intensität hoch halten“ fasst Co-Trainer Hofmann gut zusammen. Und tatsächlich brannte nichts an. Die Herzogenauracherinnen bauten den Vorsprung, über 28:12 (10.) bis zur 46:19-Halbzeitführung, noch weiter aus.

Ein Fastbreak nach dem anderen brandete gegen die Jenaer Verteidigung. Konnte diese einen schnellen Gegenkorb verhindern, zogen die Damen von der Aurach ihr Halbfeldspiel auf. Dieses zeichnete sich an diesem Wochenende durch das aus, was zuletzt gefehlt hatte: Zusammenspiel. Deshalb sagt auch die Punkteverteilung nichts über die individuellen Leistungen der Spielerinnen aus. Die beste Leistung lieferte an diesem Tag nämlich die Mannschaft. Freilich profitierten letztlich einige Spielerinnen vom guten Zusammenspiel und erzielten durch offene Würfe viele Punkte. Dennoch gebührt das Lob dem Team. Die Shorthorns spielten und kämpften füreinander. Die Bank unterstützte Lautstark und ging doch einmal eine Aktion daneben, wurde der Frust in Energie umgewandelt das Malheur auszubügeln.

Der Spielrausch beflügelte besonders Anna Friedmann (17 Punkte) und Kathrin Sperber (14), die ein ganz sicheres Händchen aus der Drei-Punkt-Distanz bewiesen und fünf respektive vier Dreier verwandelten, wobei sie nur unwesentlich mehr Versuche dazu benötigten. Von der Bank brachten Raluca Chioran (6) und Yeliz Ertugrul (7 – ein Dreier) zählbares mit ein und Jana Ulbig (12) sorgte, wie gewohnt, für viel Tempo und knackige Verteidigung. Dazu freute sich Trainer Braun über „viele gute Inside-Optionen und -Anspiele“. Die Centergarde um Regine Brox (10), Theresa Heinz (6) und Konelija Klisanic (4) brachte nämlich nicht nur die gewohnte defensive Stabilität, sondern auch die ein oder andere sehenswerte Korbaktion. Nur eine hatte an diesem Tag kein Zielwasser erwischt. Janina Leipner blieben, am Tag vor ihrem 30. Geburtstag, Punkte verwehrt, was bei einer so guten Leistung des Teams aber getrost als Randnotiz betrachtet werden darf.

Nach der Halbzeitpause blieb das Spielgeschehen unverändert. Die Shorthorns brauchten zwar ein kleines „Hallo-Wach“ kurz nach Wiederanpfiff, doch die Auszeit zeigte Wirkung und der Schlendrian wurde verscheucht. Das Viertel wurde in Manier der ersten beiden dominiert und es ging mit 68:31 in die letzte Pause.

Im letzten Spielabschnitt ließen es die Shorthorns ruhig angehen und beschränkten sich auf das Verwalten des deutlichen Vorsprungs. Die TSH-Damen nutzen die Gelegenheit um einiges zu probieren und so riss der Spielfluss. Die Hausherrinnen verloren dieses glanzlose Viertel zwar mit 10:12, doch gönnten sie den Gästen, die auch hier spielerisch nicht zu überzeugen wussten, keine nennenswerte Ergebniskosmetik mehr.

„Eine tolle Mannschaftsleistung!“ schwärmte Trainer Braun und konkretisierte, dass der „Grundstein für den Mannschaftserfolg in der Verteidigung“ lag. Die Amerikanerin Dodoo hatte zuletzt noch 32 Punkte erzielt und konnte in Herzogenaurach nur acht verbuchen. „Nicht mehr als 12 Punkte pro Viertel zuzulassen ist aller Ehren wert, auch wenn wir trotzdem noch Verbesserungsmöglichkeiten haben.“ gestand er ein und richtete den Blick nach vorne: „Jetzt ist es wichtig den Erfolg zu bestätigen und endlich den ersehnten Start einer Serie zu schaffen. Dazu muss jetzt die volle Konzentration auf das nächste Spiel gegen Würzburg gerichtet werden.“

Punkteverteilung Herzogenaurach: Brox 10, Carret, Chioran 6, Ertugrul 7 (1 Dreier), Friedmann 17 (5), Fürsich 2, Heinz 6, Klisanic 4, Leipner, Sperber 14 (4), Ulbig 12.

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