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Proteste der Longhorns halfen nicht

Kein Kommentar 📁 Longhorns 🕔22.Februar 2016
Proteste der Longhorns halfen nicht

Was war das denn bitte für ein Spiel?

Diese Frage stellten sich wohl viele der gut 300 Zuschauer in der Sporthalle des Gymnasiums, nachdem die Regionalliga-Basketballer der Turnerschaft Herzogenaurach denkbar knapp gegen die Mannen der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen verloren hatten. Nachdem das Spiel von sich ständig abwechselnden Läufen geprägt war, stand es sechs Sekunden vor Schluss 79:79 – und Leitershofen hatte Einwurf. Der beste Gästespieler, Emanuel Richter, bekam den Ball, hatte Schwierigkeiten diesen zu kontrollieren, zog dann aber doch irgendwie in Richtung Korb und schloss bei noch einer Sekunde ab. Der Ball traf vorne auf den Ring und sprang ins Feld zurück, doch Till Knopke war da und tippte das Spielgerät durch die Reuse. Totenstille in der Halle.

Bitteres Ende einer Siegesserie

Die Herzogenauracher Bank zeigte an, dass der Ball erst nach der Sirene berührt worden war und der Korb nicht zählen dürfte. Die Augsburger feierten, das Publikum protestierte – und die Schiedsrichter verharrten auf ihrer Position. Alle Beteiligten erwarteten eine Entscheidung der Unparteiischen, aber diese waren damit wohl überfordert: Es verstrich so viel Zeit, dass sie den Korb nur noch schwer hätten aberkennen können. Anstatt Absprache mit dem Kampfgericht zu halten, verabschiedeten sie sich einfach. Das könnte man auch eine Entscheidung nennen.

Eine enttäuschende für die Longhorns, die eines ihrer besten Spiele der Saison hingelegt und den Tabellenzweiten aus Schwaben am Rande einer Niederlage hatten. Somit ging die Siegesserie bitter zu Ende, die TSH rutschte wieder auf den zwölften Tabellenrang ab. Allerdings brauchen sich die jungen Longhorns wohl kaum Sorgen um den Abstieg machen: Sollten sie weiter in dieser Form und Verfassung agieren, werden sie sicher die noch notwendigen Punkte einfahren.

„Wir haben ein hervorragendes Spiel gemacht und gegen eine absolute Topmannschaft nur um ein Haar die Sensation verpasst. Der letzte Korb ist sehr ärgerlich, aber er ist wohl eine Tatsachenentscheidung und damit nicht angreifbar. Wir hätten das Spiel schon vorher für uns entscheiden können, aber Leitershofen hat immer wieder die richtige Antwort gefunden“, sagte Longhorns-Coach Mario Dugandzic, der stolz auf die Leistung seiner Mannschaft ist. „Wir wollen so schnell wie möglich noch drei Siege einfahren, die für den Klassenerhalt sorgen dürften. Darauf arbeiten wir hin und wir sind absolut optimistisch, dies auch realisieren zu können.“

TS Herzogenaurach – BG Leitershofen/Stadtbergen 79:81

Im ersten Viertel sah es nicht rosig für die TSH aus, die zunächst überrannt wurde. Emanuel Richter feuerte aus allen Rohren und brachte die Seinigen deutlich in Führung. Für die TSH hielt lediglich Mike Kaiser dagegen, der aus der Mitteldistanz erfolgreich war. Dementsprechend lagen die Longhorns zur Viertelpause mit 21:14 im Hintertreffen.
Im zweiten und dritten Durchgang drehten die Aurachstädter den Spieß um 180 Grad und waren die klar stärkere Mannschaft. Haris Hujic und Monty Rogers, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen erst zur Halbzeitpause ins Spielgeschehen eingreifen konnte und trotzdem mit 18 Punkten Topscorer der Longhorns war, übernahmen die offensive Verantwortung. Hinten machten Braslav Turic und Willy Inkulu die entscheidenden Plays und griffen sich Rebound um Rebound. So stand es vor dem Schlussabschnitt 64:63 für die TSH.
Dort ging es dann ausgeglichen hin und her. Nelson Weidemann traf nun aus der Ferndistanz und Monty Rogers machte mit seinen Gegenspielern weiterhin, was er wollte . Doch auch die Augsburger konnten immer wieder erfolgreich abschließen, insbesondere Dominik Veney machte jetzt einen guten Job, und so kam es zur oben geschilderten Schlussszene. Nachdem die Herzogenauracher zuletzt alle knappen Spiele für sich entscheiden konnten, war es wohl einfach mal wieder an der Zeit, zu verlieren.
TSH: Koulibaly (9), Weidemann (11), Übbing, Turic (5), Kaiser (11), Hujic (11), Handt, Ghotra, Rogers (18), Inkulu (7), Meredith (4), Kamdem (3)

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