Blog

Shorthorns ringen Dresden nieder

Kein Kommentar 📁 Alle Shorthorns Teams, Shorthorns 🕔25.Januar 2015
Shorthorns ringen Dresden nieder

Die Shorthorns konnten die Leistung vom ersten Spieltag des neuen Jahres bestätigen. Mit 84:75 rangen sie die Gäste aus Dresden nieder. Eine uninspirierte und kopflose Leistung in der ersten Halbzeit brachte noch einen Halbzeit-Rückstand von 37:47. Doch das Bild änderte sich und nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer ein tempo- und abwechslungsreiches Spiel, dem die TSH-Damen immer mehr ihren Stempel aufdrücken konnten. Insgesamt brachte ein taktischer Kniff die Wende und den verdienten Sieg.

HERZOGENAURACH – Wahrlich bessere Vorzeichen hätte es geben können für den Heimauftakt 2015, denn mit Regine Brox und Laura Angerstein vielen gleich zwei Leistungsträger angeschlagen kurzfristig aus. Eine herbe Schwächung für die Shorthorns. Dennoch gelang ein ordentlicher Start und hätte man nicht viel zu viele Ballgewinnen postwendend zurückgeschenkt, das 11:4 nach fünf Minuten hätte deutlicher, ja sogar schon vorentscheidend sein können. Ob der vielen Unkonzentriertheiten kam es aber anders. Dresdens Annkatrin Schulze erzielte mit zwei Dreiern in Folge ihre einzigen Zähler der Partie, die ihre Farben zurück ins Spiel holten und für ein ausgeglichenes erstes Viertel sorgten (17:17).

Im zweiten Abschnitt verloren die TSH-Damen dann gänzlich den Faden. Das sonstige Prunkstück, die Defensive, war quasi nicht existent. Foul-Probleme waren das Resultat und da sich die Gastgeberinnen über die Defensive definieren, schwand das Selbstvertrauen und es gelang, auch wenn die treffsichere Kathrin Sperber (15 Punkte / 2 Dreier) versuchte gegenzusteuern, offensiv nur noch wenig. Resultat: Ein „Katastrophenviertel“, wie Braun es nannte. 30 Punkte bekamen seine Schützlinge eingeschenkt und er selbst wirkte verzweifelt, da keine der zahlreichen Defensivvarianten griff. Vor allem Topscorerin Dorothee Schönau (32 Punkte) war nicht zu bremsen. Sie markierte alleine in diesem Viertel 13 Punkte. Ein 10-Punkte-Halbzeit-Rückstand war die logische Folge. Co-Trainer Felix Hofmann gestand: „Defensiv haben wir keinen Fuß auf den Boden bekommen. Der Rückstand hat sich höher als 10 angefühlt.“

Die erlösende Halbzeitpause war die Rettung. Braun und Hofmann fanden wohl nicht nur die richtigen Worte beim überraschend kurzen Kabinenaufenthalt der Shorthorns, sondern warteten auch mit einem taktischen Kniff auf. Dieser war Spielentscheidend. Die sonst auf der Flügelposition gesetzte Jana Ulbig (20) rückte auf die Centerposition und entlastete die foulbelastete Centerriege. Ulbig wurde auf dem Flügel von Raluca Chioran (21/1) ersetzt.

Zunächst blieb die erhoffte Wirkung jedoch aus. Nach drei gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit klaffte immer noch ein 10-Punkte-Defizit (43:53) zwischen den Mannschaften. Es folgte ein 12:2-Zwischenspurt der Gastgeberinnen. Chioran drehte unaufhaltsam auf – sie erzielte 18 ihrer 21 Punkte in der zweiten Hälfte – und riss Theresa Heinz (14) und Ulbig mit. Rückkehrerin Kerstin Wägner (5 / 1) steuerte einen Dreier bei. 55:55 hieß es in der 26. Minute und die schwache erste Halbzeit war vergessen, die Bank feuerte lautstark an und auch das Publikum unterstütze sein Team. Die Shorthorns wirkten beflügelt und mit dem Selbstvertrauen wurde die Abwehr immer besser und der Tempo-Basketball kehrte zurück. Hofmann formulierte das neue Gesicht der Mannschaft treffend: „Wir sind ohne Anlaufphase direkt vom Wechselhocker zum Korb gerannt.“ So wurde das Spiel gedreht und es ging mit 67:62 in das letzte Viertel.

Im Schlussabschnitt war die Vorentscheidung schnell gefallen. Nach drei Minuten hatten die Gastgeberinnen auf 73:65 gestellt. In der Folge wurde der Vorsprung souverän und mitreißend ins Ziel gebracht. Braun war glücklich und erleichtert: „Die Umstellungen in der Halbzeitpause haben gefruchtet. Vor allem Rali hatte heute Zielwasser getrunken und uns viel Energie gegeben. Ohne die Entlastung und Unterstützung von der Bank wäre das heute sicherlich nicht möglich gewesen. Ich bin froh, dass wir gegen einen guten und uns so ähnlichen Gegner, trotz eines verheerenden zweiten Viertels, bestehen konnten. Das Ergebnis sollte uns Selbstvertrauen für die nächsten Partien geben.“

Punkteverteilung Herzogenaurach: Carret, Chioran 21 (1 Dreier), Ertugrul, Friedmann, Fürsich 4, Heinz 14, Klisanic, Leipner, Redeker 5 (1), Sperber 15 (2), Ulbig 20, Wägner 5 (1).

Kein Kommentar

Sorry! Noch keine Kommentare vorhanden.

Es gibt noch keine Kommender zu diesem Artikel. Also kannst Du der Erste sein!

Kommentar schreibenKommentar schreiben

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind gekennzeichnet. *