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Shorthorns siegen am Main

Kein Kommentar 📁 Alle Shorthorns Teams, Shorthorns 🕔15.März 2015
Shorthorns siegen am Main

Der nächste Schritt ist gemacht. Die Shorthorns gewinnen bei den TG Wildcats Würzburg 2 mit 58:48 und beweisen in einem kampfbetonten Spiel dabei einmal mehr ihre Defensivqualitäten. Aufgrund der zeitgleichen Niederlage der Verfolgerinnen aus Nördlingen, schnappen sich die Aurach-Städterinnen den dritten Tabellenplatz. Ein Abrutschen ist nur noch auf den vierten Platz möglich. Damit ist ein Platz in der oberen Tabellenhälfte, und damit das Minimalziel der Saison, erreicht.

WÜRZBURG – Personalsorgen hatten die Shorthorns zuletzt geplagt und einen ordentlichen Trainingsbetrieb nahezu unmöglich gemacht. Umso erstaunlicher war es, dass letztlich doch zehn Spielerinnen zum Spiel in Würzburg zur Verfügung standen. Dennoch gab es, wie schon zuletzt in Jena, wieder einen Engpass auf den großen Positionen. Kapitän Theresa Heinz und Konelija Klisanic vielen verletzungsbedingt aus und so musste Allrounderin Jana Ulbig (15 Punkte) ihre Stammposition auf dem Flügel erneut verlassen um untern den Körben auszuhelfen.

Ein „kampfbetontes und spannendes Spiel, dass, gerade offensiv, auf überschaubarem Niveau stattfand“ hatten die Zuschauer nach dem Urteil von Trainer Christian Braun gesehen. Viele Ballverluste ohne Not auf beiden Seiten bestätigen dies. Obendrein jagte ein Fehlwurf den nächsten. Die Trefferquote stimmte auf beiden Seiten nicht. Dafür stimmte das Ergebnis und der Trainer freute sich, dass sein Team auch „winning ugly“ kann. Vor der Freude stand also einiges an harter Arbeit auf dem Programm.

Gewohnt engagiert starteten die TSH-Damen in die Partie. Sie versuchten gleich ihr temporeiches Umschaltspiel zu etablieren und starteten, nach Dreiern von Laura Angerstein (5 Punkte / 1 Dreier) und Kathrin Sperber (7 / 1), gleich mit einer 15:6-Führung (6. Minute). Dann riss der Faden, die TSH-Damen wurden hektisch und Würzburg zeigte seine Defensiv-Schokoladenseite mit wechselnden Verteidigungen, enormen Druck und Spezialbewachung für Kathrin Sperber. Offensiv sicherten sich die Gastgeberinnen einen Rebound nach dem nächsten – Gäste-Trainer Christian Braun schien deshalb phasenweise der Verzweiflung nahe und sah sich zu Verbalattacken gezwungen. Die Wildcats kaschierten so ihre schwache Trefferquote durch Punkte von der Freiwurflinie. Letztlich resultierte eine 15:14-Shorthorns-Führung zur ersten planmäßigen Unterbrechung.

Im zweiten Spielabschnitt setzte sich dieses Bild. Die Führung wechselte und die Damen vom Main gingen, abgesehene von der Anfangsphase, das einzige Mal in Führung (18:14 – 13. Minute). Dann endlich besannen sich die Shorthorns auf ihre Stärken: Defensive, Tempo und Umschaltspiel. So punkteten mit Jana Ulbig, Kathrin Sperber, Raluca Chioran (9) und Kerstin Wägner (12 / 1) nun vier der Schlüsselspieler an diesem Tag. Eine 23:18-Führung wurde zurückerkämpft und trotz der Gegenwehr von hauptsächlich Juliane Elsner (9 / 3), sie versenkte zwei Dreier in dieser Phase, bis zur Halbzeit (30:26) gehalten.

Nach der Pause zeigten die Shorthorns, vor allem offensiv, wieder ein anderes Gesicht. Zielstrebiger spielten sie zum Korb und auch das Tempo wurde endlich hoch gehalten. So überwanden sie die extrem druckvolle Verteidigung der Gäste ein ums andere Mal und setzten sich mit 36:26 (22.) erstmals zweistellig ab. Würzburg hielt dennoch voll dagegen und nach zwei schnellen Fouls gegen Jana Ulbig, musste diese mit vier persönlichen Fouls auf der Bank Platz nehmen. Das Spiel drohte in der Folge zu kippen und Würzburg witterte, bei nur einem Punkt Rückstand (44:43) vor dem letzten Viertel, Morgenluft.

Doch nicht Würzburg, sondern die Shorthorns reagierten nun und zeigten Willen. Angetrieben und inspiriert von sieben Chioran-Punkten und einem Wägner-Dreier, fabrizierten sie einen 13:0-Lauf in den ersten vier Minuten des Schlussabschnitts, welche sich sich später als vorentscheidend entpuppen sollte. Ausschlaggebend war wieder einmal die funktionierende Verteidigung, welche auch etwas von der schwachen Trefferquote der Gastgeberinnen profitierte. Nach diesem Lauf passierte aber unerklärliches. Die Gäste von der Aurach verloren jede Sicherheit. Würzburg agierte gerade defensiv noch druckvoller als zuvor und die Zuschauer bekamen Slapstick vom Feinsten geboten. Die Shorthorns punkteten nämlich nur noch einmal durch Jana Ulbig und verließen sich sonst auf ihre Defensive. Offensivbemühungen nach erfolgreichen Defensiv-Sequenzen sahen meist so aus: Dribbling, langer Pass, Ballverlust. Es kam also zu keinen TSH-Abschlüssen mehr. Entlastung war Fehlanzeige. Es wirkte als wolle man dem Gegner sagen „Euer Angriff war nicht erfolgreich, probiert es doch nochmals“. Wenigstens stimmte es, dass die Defensive wirklich funktionierte, denn diese Phase überstand die TSH immerhin mit nur fünf gegnerischen Punkten (alle durch die starke Elena Herold (11)).

Letztlich zählt für die Shorthorns aber der Sieg, über welchen sich die defensiv ungemein präsente Regine Brox (5 Punkte), ob des Geschwisterduelles mit Ex-Shorthorns Ilona (3), besonders gefreut haben dürfte.

„Wir freuen uns über den Sieg und den sicheren vierten Tabellenplatz, wenngleich das Ende des Spiels einen faden Beigeschmack hinterlässt. Uns ist die aktuelle Personalsituation leider anzumerken.“ konstatierte das Trainergespann Christian Braun und Felix Hofmann. „Es war zwar zumeist kein schönes Spiel, aber wir haben uns voll reingehauen und gegenseitig geholfen.“ ergänzte Braun während Hofmann zu Protokoll gibt, dass man auch „Bankspielerinnen, allen voran Laurine [Carret], ein Lob aussprechen muss, da sie so viel Leidenschaft und positive Energie bringen“ und “ihre Aufgaben ohne zu Murren erfüllen“.

Punkteverteilung Herzogenaurach: Angerstein 5 (1 Dreier), Brox 5, Carret, Chioran 9, Friedmann 5 (1), Fürsich, Redeker, Sperber 7 (1), Ulbig 15, Wägner 12 (1).

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