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War das schon der Abstieg für die Longhorns?

Kein Kommentar 📁 Longhorns 🕔22.Februar 2017
War das schon der Abstieg für die Longhorns?

Herzogenaurach verliert in Jena, Chancen auf Klassenverbleib schwinden – 20.02.2017 07:32 Uhr

Eine Halbzeit lang lieferten sich die Longhorns (in Rot) mit Jena ein Duell auf Augenhöhe. Dann brachen sie ein.

Eine Halbzeit lang lieferten sich die Longhorns (in Rot) mit Jena ein Duell auf Augenhöhe. Dann brachen sie ein. © Foto: Christoph Worsch


Da aber in dieser Saison nur noch sechs Spiele ausstehen und die TSH dabei noch auf einige Spitzenteams trifft, scheint es beinahe unmöglich, noch etwas an der Tabellensituation zu ändern. Die Thüringer hingegen stehen mit dem Sieg nun in der oberen Hälfte der Tabelle und können die Saison entspannt ausklingen lassen.

Dabei sah es im ersten Viertel für die Herzogenauracher noch ganz gut aus. Nachdem die TSH aufgrund eines grippalen Infekts einiger Akteure dezimiert antreten musste, fand sie schnell ihren Rhythmus und in Mike Kaiser ihren Treffergaranten Nummero eins. Mit 25 Punkten, wovon er gleich zehn im ersten Viertel erzielte, war er der Topscorer der Seinigen und führte die Herzogenauracher gleich zu einer 14:7-Führung. Die Longhorns konnten diese verteidigen, obwohl die Jenenser nun besser ins Spiel kamen und den Abstand konstant halten konnten. So stand es nach den ersten zehn Minuten 26:18 für die TSH.

Im zweiten Viertel lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe. Während für die Gastgeber aus Thüringen insbesondere der alles überragende Vincent Garrett übernahm, konnte sich für die Aurachstädter nun Vedran Nakic in den Vordergrund spielen. Er traf zunächst einen Dreier aus vollem Sprint und servierte dann noch zwei wunderschöne Assists für Gahlert und Übbing, welche dadurch fast schon gezwungen waren, erfolgreich abzuschließen. So blieb die TSH auf Kurs. Die Jenenser stellten nach acht Spielminuten auf eine Ganzfeldzonenverteidigung um, doch die brachte auch nicht den entscheidenden Impuls, um das Momentum kippen zu lassen. Die Aurachstädter gingen mit einer 44:37-Führung in die Pause.

Doch zu Beginn des dritten Viertels schlug endgültig die Stunde Garretts. Er dominierte nun in allen Bereichen nach Belieben, was auch seine Fabelstatistiken wiedergeben: 23 Punkte, 20 Rebounds, fünf Blocks, fünf Assists und ein Steal. Das ergab eine statistische Effektivität von 40 (im Vergleich erreichte der beste Herzogenauracher Mike Kaiser eine Effektivität von 19).

Hinten, vorne, überall

Auf dem Spielfeld schlugen sich diese Statistiken folgendermaßen nieder: Hinten holte Garrett entweder den Rebound eines Herzogenauracher Fehlwurfs oder blockte gleich den Wurfversuch, während er vorne entweder selbst netzte oder einen Mitspieler gekonnt einsetzte. Das Resultat davon war, dass die Jenenser die Herzogenauracher Führung egalisierten und gleich selbst mit 64:59 vor dem letzten Viertel in Führung gingen.

Im letzten Viertel ging der TSH nun der Saft aus und die Gastgeber drehten noch einmal mächtig auf. In der Abwehr machten sie die Zone dicht und den Aurachstädtern gelangen lediglich elf Pünktchen im vierten Viertel, während die Jenenser soliden Offensivbasketball zeigten und 22 Punkte erzielten. Zwar versuchten die Herzogenauracher alles, das Spiel zu kippen, aber die verbliebene Energie war schlichtweg zu gering.

Auch offene Würfe der TSH gingen zu kurz und natürlich gingen die Abpraller regelmäßig zu Garrett, der auch gleich den Fast Break einleitete. Hier kamen alle Thüringer zum Zug und zeigten, dass sie alle kompetente Scorer sind. Am Ende verloren die Aurachstädter verdient mit 70:86.

„Wir können uns nichts vorwerfen. Wir haben alles gegeben, waren aber heute einfach nicht tief genug, so dass wir in der zweiten Halbzeit die Intensität der Jenenser nicht mehr mitgehen konnten“, sagte Longhorns-Trainer Benedikt Aumeier. Wie oft in dieser Saison habe der TSH das dritte Viertel die Chance auf mehr gekostet: „Ein klares Indiz dafür, dass wir an unserer Konstanz und Physis arbeiten müssen.“

Den Aurachstädtern bleibt aber noch eine Hoffnung auf den Klassenverbleib. Wenn aus der ProB keine Mannschaft in die Regionalliga Südost absteigt, muss nur ein Team aus der 1. Regionalliga in die 2. Regionalliga absteigen. „Jetzt müssen wir auf Fortuna hoffen, dass möglichst alle Absteiger aus der ProB in die Regionalliga Südwest eingeordnet werden“, sagt Aumeier.

Punkteverteilung TSH: Feuerpfeil 4, Ghotra 8, Nakic 12, Kaiser 25, Meredith 6, Gahlert 7, Übbing 8.

psi

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