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Wiedergutmachung geglückt

Kein Kommentar 📁 Alle Shorthorns Teams, Shorthorns 🕔26.Oktober 2014
Wiedergutmachung geglückt

Die Wiedergutmachung nach der schwachen Partie in Dresden ist nun im heimischen Gymnasium, gegen den TSV Nördlingen, geglückt. Souverän sicherten sich die Shorthorns den 77:50-Erfolg, mit welchem sie in die Erfolgsspur zurückkehren. Gerade zwei zuletzt schmerzlich vermisste sorgen für Aufwind und ermöglichen es sich mit einem guten Gefühl in die kommenden zwei spielfreien Wochenenden zu verabschieden.

HERZOGENAURACH – Man sieht, wie sehr die Spiele der ersten und zweiten Bundesliga die Regionalliga beeinflussen. In diesem Fall sicher etwas zu Gunsten der Gastgeberinnen, da die Gäste mit nur zwei der potentiell sechs möglichen Erstligaspielerinnen, Johanna Klug (6 Punkte) und Lisa Tauschek (5), antraten. Für die Gäste ging also einen nahezu reine, hochtalentierte und dennoch recht unerfahrene, Nachwuchsmannschaft an den Start. Doch auch die Shorthorns mussten abermals auf Personal verzichten. Die zuletzt starke Raluca Chioran viel mit einer Knöchelverletzung, welche noch aus dem ersten Saisonspiel gegen den SC Kemmern rührte, aus. Zudem war Konelija Klisanic beruflich verhindert. Dafür waren Kathrin Sperber (13) und Kapitän Theresa Heinz (12) wieder mit von der Partie, was sich auch schnell zeigen sollte. So war es Heinz, die zusammen mit der ebenfalls spielfreudigen Jana Ulbig (19), immer wieder gut von Sperber in Szene gesetzt wurde. Viele Ballgewinne, aus einer druckvollen Verteidigung heraus, führen zu schnelle Punkten und einem 9:0-Blitzstart (3. Minute). Das Tempo blieb hoch, der Verteidungungsdruck enorm und konnten mal keine Fastbreak-Punkte erzielt werden, half das Setplay mit Punkten von Regine Brox (9) und Laura Angerstein (6). So konnte der Vorsprung über 27:4 (7.) bis zum Viertelergebnis von 29:9 ausgebaut werden.

Die erste Viertelpause und vielleicht auch die vielen Wechsel, kosteten den Shorthorns dann etwas Rhythmus. Der Anfangsschwung ging etwas verloren und die Spielgeschwindigkeit wurde merklich langsamer. Dies nutzten die Nördlingeringen gleich geschickt aus um ihre Größenvorteile ins Spiel zu bringen. Vor allem Luisa Geiselsöder (21 Punkte), die jüngere und größere Schwester der Ex-Herzogenauracherin Laura, konnte hier, mit 8 Punkten in Folge, für zählbares sorgen. Die Herzogenauracher defensive verstand es nicht die Größennachteile durch rechtzeitige Hilfen zu kaschieren und Trainer Christian Braun sah sich zu einer Auszeit gezwungen, deren Effekt aber leider verpuffte. Erst nach eben jenen 8 Punkten in Folge und endlos wirkenden vier Minuten ohne Korberfolg sorgten dann abermals Heinz und Sperber, mit einem ihrer drei Dreier, für Beruhigung. Dennoch entschieden die Gäste das Viertel mit 13:14 für sich, womit es zur Halbzeit 42:23 stand.

Ob es wohl laut in der Kabine war? Vermutlich, denn nach dem Pausentee starteten die Shorthorns erneut wie von der Tarantel gestochen. Der Vorsprung schoss zur Mitte des dritten Spielabschnitts auf die Höchstmarke von 35 Punkten (63:28). Abermals war die aggressive Defensive der Ausgangspunkt und Ballgewinnen wurden sicher und zielstrebig verwertet. Auch im strukturierten Halbfeldspiel zeigten sich die Kurzgehörnten jetzt konzentriert und einige schöne Vorlagen von Laura Angerstein fanden dankbare Abnehmerinnen in Ulbig und Sperber. „In dieser Phase haben wir uns sehr gute Wüfe erspielt und diese auch gut verwandelt“, analysierte Co-Trainer Felix Hofmann. Doch kosteten viele Wechsel abermals den Rhythmus und weckten die Kampfeslust der Rieserinnen. Nördlingen zog in der Abwehrarbeit an und wehrte sich auch offensiv nach Kräften. Entsprechend ausgeglichen gestaltete sich der Spielverlauf bis zur letzten Viertelpause.

Die Geschichte des letzten Viertels ist dann rasch erzählt. Die TSH-Damen schalteten einige Gänge zurück und verließen sich auf das verwalten des Ergebnisses. Dies gelang aber wohl nicht so gut, wie das Trainergespann Braun/Hofmann es gerne gesehen hätte und so hagelte es, ob des Schlendrians der eigenen Damen, zwei offenbar wirkungsvolle Auszeiten binnen einer Minute. Danach wurde wieder Basketball gespielt und die Trainer waren wohl zufriedener, wenngleich sich die Gäste die Ergebniskorrektur zum Endstand von 77:50 erkämpften.

„Wir haben Moral bewiesen und eine deutliche Reaktion auf die Katastrophe von Dresden gezeigt. Dass wir ein Spiel noch nicht 40 Minuten dominieren können liegt sicher an der mittelprächtigen Vorbereitung und unseren personellen Schwankungen. Wir werden die Spielpause nun nutzen um an unserer Konstanz zu arbeiten und entsprechend gehen wir sicher gestärkt ins nächste Spiel in drei Wochen.“ so der positiv gestimmte Trainer Braun.

Punkteverteilung Herzogenaurach: Angerstein 6 (1 Dreier), Brox 9, Carret 1, Ertugrul 6, Friedmann 2, Fürsich 6, Heinz 12, Leipner 1, Redeker 2, Sperber 13 (3), Ulbig 19.

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