05 Okt
Herren 2 drehen Partie und feiern deutlichen Auswärtssieg
Viertelergebnisse: 24:19, 22:26, 12:26, 22:37
12 Okt
TS Herzogenaurach 2 - ESV Flügelrad Nürnberg 1 87:86
Viertelergebnisse: 25:15, 22:29, 21:23, 19:19
Markus Geyer glänzt an seinem 18. Geburtstag mit 34 Punkten – Koutsivetas entscheidet die Partie mit dem letzten Korb zum 87:86-Sieg.
Was für ein Basketballkrimi in der Bezirksoberliga! Die zweite Herrenmannschaft der TS Herzogenaurach hat sich am Sonntag gegen den ESV Flügelrad Nürnberg mit 87:86 (47:44) durchgesetzt. In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Begegnung wechselte die Führung insgesamt 15-mal. Am Ende hatten die Gastgeber das glücklichere Händchen – und einen eiskalten Koutsivetas, der mit dem letzten Korb des Spiels den umjubelten Heimsieg perfekt machte.
Dabei wartete mit dem ESV Flügelrad Nürnberg ein starker Gegner auf die zweite Mannschaft der Longhorns. Die Gäste hatten die vergangene Saison auf dem dritten Tabellenplatz abgeschlossen, Herzogenaurach war Zweiter geworden. Die Gastgeber mussten zudem verletzungsbedingt auf Juan Reile verzichten, der in der Vorsaison als Topscorer der Bezirksoberliga geglänzt hatte. Dafür sprang Geburtstagskind Markus Geyer in die Bresche: Der gerade einmal 18 Jahre alt gewordene Nachwuchsspieler legte mit überragenden 34 Punkten die beste Ausbeute der Partie auf.
Herzogenaurach legt furios los
Die Begegnung begann ausgeglichen. Nach fünf Minuten lagen die Gäste knapp mit 11:9 vorne. Dann drehten die Herzogenauracher auf und überrollten Flügelrad mit einem 12:0-Lauf. Aus dem Rückstand wurde innerhalb weniger Minuten eine 21:11-Führung. Bis zum Ende des ersten Viertels hielten die Gastgeber den Vorsprung und gingen mit 25:15 in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt fanden die Nürnberger jedoch immer besser ins Spiel. Punkt für Punkt arbeiteten sie sich heran und verkürzten den Rückstand nach sechs Minuten auf 39:40. Drei Minuten vor der Halbzeit übernahmen sie beim 41:40 sogar erstmals wieder die Führung. Die Longhorns ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, hielten dagegen und retteten eine 47:44-Führung in die Kabine.
Zehn Punkte Rückstand – und eine starke Antwort
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften lieferten sich einen intensiven Kampf, ohne dass sich zunächst ein Team entscheidend absetzen konnte. In der sechsten Minute des dritten Viertels führte Herzogenaurach noch mit 60:57. Dann schien die Partie zugunsten der Gäste zu kippen: Flügelrad legte einen 10:0-Lauf hin und zog auf 67:60 davon.
Doch die Gastgeber bewiesen Moral. Mit einem beeindruckenden 8:0-Lauf konterten sie in den Schlussminuten des Viertels und holten sich die Führung zurück. Beim Stand von 68:67 ging es in den Schlussabschnitt – die Spannung war längst auf dem Höhepunkt.
Entscheidung in den letzten Sekunden
Auch im vierten Viertel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Herzogenaurach verteidigte seine knappe Führung, ehe Nürnberg in der sechsten Minute zum 80:80 ausglich. Die Antwort der Longhorns folgte prompt: Ein Dreier brachte die Gastgeber mit 83:80 nach vorne. Doch Flügelrad blieb dran und ging eine Minute vor Schluss mit 84:83 erneut in Führung.
36 Sekunden vor dem Ende nahm Herzogenaurachs Trainer Hannes Ehrlich beim Stand von 83:84 eine Auszeit, um den entscheidenden Angriff vorzubereiten. Doch der Plan schien zunächst nicht aufzugehen: Nach dem Einwurf verloren die Gastgeber den Ball, und Nürnberg nutzte den Ballgewinn per Fastbreak zur vermeintlich vorentscheidenden 86:83-Führung.
Nun war Nervenstärke gefragt. Eric Naumann wurde 17 Sekunden vor Schluss gefoult und trat an die Freiwurflinie. Beide Würfe saßen – nur noch ein Punkt Rückstand für Herzogenaurach. Beim Stand von 85:86 begann die letzte Verteidigungsaktion der Longhorns.
Auf Höhe der Mittellinie setzten Naumann und Koutsivetas den Nürnberger Aufbauspieler unter Druck. Mit Erfolg: Flügelrad verlor den Ball. Koutsivetas schaltete am schnellsten, schnappte sich das Spielgerät und lief allein auf den Korb zu. Sein Korbleger saß – die Halle stand Kopf! Mit dem letzten Treffer der Partie machten die Longhorns aus einem scheinbar verlorenen Spiel noch einen 87:86-Heimsieg.
Geyer macht sich selbst das größte Geschenk
Neben dem dramatischen Schlussakkord ragte Markus Geyer heraus. An seinem 18. Geburtstag erzielte er 34 Punkte, darunter drei Dreier, und war damit der überragende Werfer des Spiels. Auch Eric Naumann mit 17 Punkten und drei erfolgreichen Distanzwürfen sowie Rybakov mit 16 Zählern trugen entscheidend zum Erfolg bei.
Am Ende zählte für die TS Herzogenaurach jedoch nur eines: zwei Punkte nach einem Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war. Der knappe Erfolg gegen den Tabellendritten der Vorsaison dürfte den Longhorns 2 nach diesem nervenaufreibenden Nachmittag zusätzlichen Rückenwind geben.
TS Herzogenaurach 2: Geyer (34 Punkte/3 Dreier), Naumann (17/3), Rybakov (16), Koutsivetas (8), Patterson (6/2), Edwards (3), Astley (2), Albrecht (1), Kluy, Lemberger.
05 Okt
Viertelergebnisse: 24:19, 22:26, 12:26, 22:37
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